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Tag 3 – Seafront Zeebrugge – Toller Zufallsfund

Unser dritter Urlaubstag startete ganz gemütlich. Als erstes ging es zu einem holländischen Hofladen, der ganz in der Nähe unserer Ferienwohnung lag. Dort kauften wir Saft und etwas Marmelade. Wenn es nach den Kindern gegangen wäre, hätten wir dort deutlich mehr eingekauft. Vor allem natürlich Bonbons und Schokolade, aber davon hatten wir ja bereits am Vortag genug.

Holländischer Hofladen.jpg

Danach ging es weiter zu dem eigentlichen Hauptziel des Tages: zur Seafront Zeebrugge. Dies ist ein maritimes Museum, in dem man auch 2 Schiffe besichtigen kann. Bereits bei den Urlaubsvorbereitungen waren die Kinder ganz begeistert von dem Museum, da eines der beiden Schiffe ein russisches U-Boot ist. Sie konnten sich nicht vorstellen, wie ein Schiff komplett unter Wasser fahren kann. Mit meiner kleinen Tochter musste ich sogar vor dem Urlaub eine Reportage über eine Nordpol-Expedition mit einem U-Boot im TV anschauen.

B-821 in der Seafront Zeebrugge.jpg

Das Museum selbst hat mir persönlich sehr gut gefallen. Es war auf mehrere Gebäude verteilt, wobei jedes einen eigenen Themenbereich abhandelte. Im ersten Gebäude waren Unterwasserkulissen aufgebaut, in denen man sich ein Bild von der Tier- und Pflanzenwelt unter Wasser machen konnte. Sehr schön war hier ein kleiner Tunnel, der für die Kinder angelegt wurde. In dem anschließenden Bereich ging es um die Fischerei. Interessant gemacht wurde der Bereich, durch interaktive Elemente die zum Ausprobieren animierten. Das Highlight war hier sicherlich die simulierte Fischauktion. Wir traten in zweier Teams an und versuchten den vorgegebenen Fisch möglichst billig zu ersteigern. Im dritten Bereich ging es um die Geschichte des Ortes und dabei ging es auch um den zweiten Weltkrieg und die dort eingesetzte Technik. Zuerst dachte ich das dies für die Kinder gar nichts sein würde, aber die Macher des Museums hatten genau hier einen kleinen Spielplatz eingerichtet.

Torpedo im Marinemuseum Zeebrügge.jpg

Anschließend ging es nach draußen um das besagte U-Boot und ein Feuerschiff zu besichtigen. Da ich bereits einmal auf einem Museums-U-Boot war, war für mich das Feuerschiff interessanter. Aber eigentlich wurde bei beiden Schiffen klar, was für ein beschwerliches Leben die Seefahrer damals hatten.

Maschinenraum vom U-Boot B-821.jpg

Feuerschiff West-Hinder.jpg

Gedeckter Tisch im Feuerschiff West-Hinder.jpg

Nach der Besichtigung der Schiffe wollten wir eigentlich nur schnell noch in einen Fischladen, den wir bereits auf dem Hinweg zwischen Autoparkplatz und Museum gesehen hatten. Plötzlich befanden wir uns allerdings vor einer Halle, wo eine Veranstaltung/Messe durchgeführt wurde. Zuerst dachten wir, das diese nicht öffentlich zugänglich sei, welches sich allerdings als falsch herausstellte. Also gingen wir in die Halle und schauten uns erst einmal vorsichtig um.

Toller Zufallsfund: Fischmessse.jpg

An fast jedem dort aufgebauten Stand gab es Fischspezialitäten zum Probieren. Wir waren immer noch skeptisch und suchten nach den Preisschildern, wie es bei uns auf der „Grünen Woche“ üblich ist. Ganz am Ende der Halle trafen wir auf einen netten Herren, der dort einen Stand betreute. Er bot uns allerlei an: Nordseekrabben, gekochte Miesmuscheln und zu guter letzt sogar Austern. Alles kostenlos. Es war auch überhaupt kein Problem, das die Kinder gerne mehr als nur eine Portion probieren wollten. Vielen lieben Dank dafür, auch wenn ich mittlerweile vergessen habe wie die Firma hieß, die die Produkte herstellte.

Fischstand auf der Fischmesse.jpg

Nachdem war dann bei uns das Eis gebrochen und wir probierten uns durch all die anderen Stände durch. Das Angebot war gigantisch: von Räucherfisch, über Kibbeling bis zum frisch gebratenen Schollenfilet. Kein Wunsch blieb unerfüllt. Selbst kleine Präsente für die Kinder, wie Brillen, oder Malhefte und Karten gab es dort.  Ich weiß bis heute nicht um was für eine Messe es sich dort gehandelt hat, aber ich bin immer noch begeistert was wir dort alles probieren konnten. Mit einem hatte der nette Herr vom letzten Stand definitiv recht: Die Produkte waren deutlich besser/leckerer/frischer als alles was man bei uns in Berlin kaufen kann.

Nach der Messe gingen wir trotzdem noch wie geplant in den Fischladen. Wir hatten zwar keinen Hunger mehr, aber kauften uns für das Abendbrot trotzdem ein Kilo Nordseekrabben. Anschließend fuhren wir über Heist zurück in Richtung Ferienhaus. Unterwegs legten wir eine kleine Pause ein und schlenderten ein wenig über den Strand von Heist.

Strand von Heist.jpg

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