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Tag 7 – Safaripark Beekse Bergen

Am siebten Tag machten wir unseren längsten Tagesausflug für den diesjährigen Urlaub. Wir standen extra früher auf und ließen das Frühstück etwas spärlicher ausfallen, denn vor uns lag eine rund 120 Kilometer lange Autofahrt. Es ging in Richtung Süd-Osten zum Safaripark Beekse Bergen. Sehr praktisch für uns war, das der Safaripark im Hollandpass gelistet war. Dies sparte uns pro Person jeweils fast 30 Euro Eintritt. Ich weiß nicht, ob ich ohne Hollandpass auch dort hingefahren wäre. 120 Euro nur an Eintrittsgelder ist schon eine Hausnummer. Allerdings muss ich auch sagen, das ich noch nie einen so schön angelegten „Zoo“ gesehen habe. Es machte echt Spaß sich dort die Tiere anzuschauen, zumal es sogar 3 verschiedene Möglichkeiten dafür gab.

Giraffenporträt.jpg

Mit dem Boot

Direkt am Eingang des Parks fuhr halbstündlich ein kleineres Ausflugsschiff. Das Ziel der Fahrt lag genau an der gegenüberliegenden Seite des Parks. Wir hatten das Glück, nur ein paar Minuten vor Abfahrt den Park zu betreten. Es ging also ohne groß Warten direkt los. Neben dem Kapitän war an Bord ein Guide, welcher uns die Tiere am Ufer erklärte. Die Kinder waren vor allen von den Nashörnern begeistert. Ich war ein klein wenig enttäuscht, denn wir hatten uns auf die falsche Seite des Schiffes gesetzt. Somit sind auf meiner Videoaufnahme fast keine Tiere zu sehen. Die Fotos hingegen wurden toll.

Zwei Nashörner beim Fressen.jpg

Tiger bei der Körperpflege.jpg

Ein Banteng mit Junges im Safaripark Beekse Bergen.jpg

Mit dem Auto/Bus

Wie es sich für einen Safaripark gehört, konnte man auch mit dem eigenen Auto eine Runde im Park drehen. Für mich war dies ehrlich gesagt aber nichts, denn während ich am Autofahren bin, kann ich keine Fotos machen. Also entschieden wir uns für den Bus. Dort erklärte die Busfahrerin die Tiere, die unterwegs zu sehen waren. Dafür hielt der Bus an mehreren Stellen an, so das man auch gut Zeit hatte sich alles genau anzusehen. Ein wenig schockiert war ich, als ich sah, wie die Besucher durch den Park fuhren. Unangeschnallt mit Kleinkindern auf dem Schoss des Fahrers war nicht nur einmal zu sehen. Auch wenn man in dem Park sehr langsam fährt, hätte ich dies mit meinen Kindern nie gemacht. Absolutes Highlight dagegen waren während der Busfahrt die Giraffen. Die Busfahrerin erklärte uns, das der Dreck auf den Autos/Busen (besonders dieses klebrige Zeug von den Linden) für die Tiere wie Bonbons sind. Also standen die Giraffen direkt neben den Autos und leckten diese ab. Wir fanden das natürlich richtig super, denn noch nie kamen wir einem so großen Tier so nahe. Manch Autofahrer wird dort, aus Angst um seinen Neuwagen, wohl nicht so entspannt gewesen sein wie wir im Bus.

Kleiner Snack für eine Giraffe.jpg

Eine Dohle.jpg

Zu Fuß

Neben den beiden motorisierten Möglichkeiten den Park zu erkunden, konnte man auch zu Fuß eine Runde drehen. Die Kinder konnten sich hier jetzt so richtig austoben. Vor fast jedem Gehege war aus Holz eine kleine „Tribüne“ gebaut, so das man die Tiere ohne lästige Zäune beobachten konnte. Fast alles wirkte dabei so, als wenn es erst vor ein paar Monaten neu angelegt wurde. In der Mitte des Parks war ein kleines afrikanisches Dorf aufgebaut, in dem mehrere verschiedene Imbissstände untergebracht waren. Sehr clever fand ich, das die Macher des Parks den Hauptweg direkt durch die Souvenirläden führten. Ein drum herum gehen war praktisch unmöglich.

Kranich.jpg

Gorilla Silberrücken.jpg

Weissstorch im Flug.jpg

Nachdem wir die Läden hinter uns gelassen hatten, entdeckten die Kids einen riesigen Spielplatz und dann waren sie auch schon weg. Zuerst sah ich sie noch die Rutschen ausprobieren, aber dann verlor ich sie aus den Augen. Ich fand sie dann bei der Kinder-Ranger-Show wieder. Eine als Elefant verkleidete Person und zwei jüngere Frauen spielten und sangen den Kindern etwas vor. Da von meiner kleineren Tochter das Lieblingstier der Elefant ist, war sie dort nicht mehr wegzukriegen und machte fröhlich mit. Zu meinem bedauern filmte meine Frau das Programm auch noch, so bekam ich keine Chance, die wirklich schön gemachten holländischen Lieder aus den Kopf zu kriegen. Die Melodie und die Texte im Refrain waren einfach zu einprägsam.

Langsam rückte die Schließzeit des Parks näher und wir mussten uns etwas beeilen, da wir zu Fuß noch quer durch den Park mussten. Erschwerend kam dazu, das beide Kinder vom toben total fertig waren. Die Lütte hätte sich am liebsten den ganzen Rückweg tragen lassen, aber dies habe ich leider nicht geschafft. Immer wenn ich mich etwas erholen musste, wollte die große getragen werden. Einen kurzen Kraftschub bei den Kindern gab es nur noch, als ich einen kleinen Hindernis-Parkour entdeckte. Dort musste dann die ganze Familie möglichst schnell durch. Der Anfang war ja noch ganz einfach, aber dann ging es mit richtiger Kletterei weiter … lustig wars. Am Abend in der Ferienwohnung wurden wir noch mit einem richtig schönen Sonnenuntergang belohnt.

Sonnenuntergang in Scheveningen.jpg

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