Ausflüge und Reisen » Friedrichskoog/Helgoland (Juni 2014) » Tag 2 – Tagesausflug Wedel – Helgoland

Tag 2 – Tagesausflug Wedel – Helgoland

An diesem Tag war früh aufstehen angesagt, denn das Schiff nach Helgoland fuhr bereits um 9:40 Uhr in Wedel ab und bis dorthin hatten wir noch eine knapp 90 Minuten lange Autofahrt vor uns. Nach einem kurzen Frühstück stiegen wir voller Vorfreude ins Auto und machten uns auf den Weg. Vor allem ich freute mich auf die Fahrt auf der Elbe, da dieser Teil der Reise nach Helgoland für mich gänzlich unbekannt war. Die Strecke ab Cuxhaven kennen wir dagegen von früheren Fahrten schon sehr gut. Auf ging es zu unserer Lieblingsinsel:

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Wir erreichten Wedel genau innerhalb der einplanten Zeit und fanden auch relativ schnell einen Parkplatz. Insgesamt wirkte Wedel auf uns relativ verschlafen. An der Elbe stand ein einzelner kleiner Container, wo wir unseren Gewinngutschein gegen die Fahrkarten eintauschen konnten. Direkt daneben befand sich ein relativ großes Restaurant, bei dem am frühen morgen allerdings überhaupt nichts los war. In Erinnerung bleiben wird mir allerdings die Begrüßungsanlage am Fähranleger. Jedes Schiff, welches Wedel passierte, wurde von dort per Lautsprecheransage begrüßt bzw. verabschiedet. Dabei klang die Stimme vom Band so, als wäre sie in den 30er Jahren des vorherigen Jahrhundert hängen geblieben. Ich will damit nicht sagen, das ich dies schlecht fand, aber auf mich wirkte sie irgendwie befremdlich.

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Etwa 10 Minuten vor Abfahrt sahen wir den Halunder Jet aus Richtung Hamburg kommen. Unsere Fahrt konnte also pünktlich beginnen. Während meine Frau mit den Kindern die gesamte Fahrzeit auf unseren Sitzplätzen verbrachte, ging ich öfters auf das Außendeck um Fotos zu machen. Vorbei ging es an mehreren Frachtschiffen, den Atomkraftwerken welche sich an der Elbe befinden und auch die Einfahrt zum Nordostseekanal war sehr interessant. Erstaunt war ich über die Breite der Elbmündung. Ich hatte sie mir irgendwie deutlich schmaler vorgestellt.

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Lustig war, das rund eine halbe Stunde vor Cuxhaven von der Crew Reisetabletten ausgegeben wurden. Wie die Lemminge stürmte sogleich ein Großteil der Passagiere zum Tresen. Währenddessen machten einige „Mutige“ Scherze, da auf der Elbe kaum Seegang zu spüren war. Wir dagegen wussten ganz genau was uns ab Neuwerk zu erwarten hatte. Und so kam es dann auch: die Wellen wurden deutlich größer, das Außendeck wurde gesperrt und die Spucktüten wurden ausgeteilt. Ich war mir relativ sicher, das ich keine brauchen würde, allerdings machte ich mir Gedanken, wie ich den Kindern im Fall der Fälle klar machen würde, wie diese zu benutzen seien. Am Nebentisch erklärte ein Papa seinem Sohn jedoch sehr genau, wie das funktioniert und meine Kinder konnten dort zusehen. Das war auch gut so, denn meine Kinder wurden dann auch immer blasser und klagten über Bauchschmerzen. Es ging aber zum Glück alles gut. Im vorderen Teil des Schiffes sah dies allerdings ganz anders aus. Dort hatte die Crew mit dem Einsammeln von vollen Tütchen alle Hände voll zu tun.

Für den Kurzaufenthalt auf Helgoland hatten wir uns viel vorgenommen. Wir wollten möglichst viel von der Insel sehen und jeder von uns hatte seine Lieblingsstellen wo wir unbedingt hin mussten. Nur den Wunsch meiner Frau zur Düne überzusetzen konnten wir nicht realisieren. Kurz nachdem wir das Schiff verlassen hatten gingen wir als erstes uns zum Mittag jeder ein Knieper-Brötchen kaufen. Anschließend ging es direkt hoch zu meinem Lieblingsplatz der Insel: zum Berliner Bären. Von dort aus ist der Blick über den Hafen einfach nur fantastisch. Außerdem macht es immer wieder Spaß dort die Kinder zu fotografieren, da dort immer mit dem Bären gepost werden muss. Anschließend ging es am Falm entlang. Mein Blick ging gen Düne und die Kids deckten sich während dessen mit neuem Lego ein.

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Nun ging es quer durchs Oberland, an unserer Ferienwohnung von vor 2 Jahren vorbei zum Leuchtturm und dann zum Klippenrandweg. Dort waren wir erstaunt, was für eine riesige Menschenmenge dort unterweg war. Über den Pinneberg ging es zum Lummenfelsen, wo ich mir natürlich die Zeit nahm, die fliegenden Basstölpel zu fotografieren. In diesem Moment war ich sogar über den Wind froh, da ich wusste das die Vögel aktiver sind, wenn es mehr Wind gibt.

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Nach einem kurzen Blick auf die lange Anna suchten wir uns einen windgeschützten Trampelpfad und stiegen den Jägerstieg runter zum Strand an der Jugendherberge. Dort wollten die Kinder nämlich unbedingt hin, um ein paar Steine zu sammeln. Jetzt ging es nochmal zum Einkaufen. Da wir genau wussten, was wir kaufen wollten, ging dies zum Glück relativ schnell. Langsam aber sicher ging es dann wieder in Richtung Schiff. Da allerdings noch etwas Zeit war, ging meine Frau mit den Kindern noch in das Sportbekleidungsgeschäft „Rickmers“ und ich in Richtung Wellensturzbecken. Dort erhoffte ich mir noch die fehlenden Seehunde zu finden und außerdem finde ich von dort aus den Blick auf die lange Anna so schön. So aus der Ferne betrachtet sieht sie einfach viel schöner aus, als so von oben herab am Klippenrandweg.

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Die Rückfahrt verlief an für sich relativ ereignislos. Auch wenn der Wind nicht nachgelassen hatte, so war die Fahrt mit den Wellen deutlich angenehmer als auf der Hinreise, wo da Schiff gegen die Wellen anfahren musste. Nach einem wehmütigen letzten Blick vom Außendeck des Halunder Jets auf Helgoland setze ich mich auf meinen Platz und schaute mir die schönen Fotos einer Präsentation auf einem der Bordbildschirme an. Wie gerne wäre ich länger auf meiner Lieblingsinsel geblieben. Sicher ist, das wir nochmal nach Helgoland fahren werden, allerdings nicht als Tagesausflug. Dort hat man einfach zu wenig Zeit um die Schönheit der Insel zu genießen.

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Nachdem wir wieder gut in Wedel an Land gekommen sind, stand wieder die Autofahrt vor uns, die wir bereits auf dem Hinweg zu bewältigen hatten. Da ich von dem Tag doch ganz schön geschafft war, war diese alles andere als angenehm. Die Fahrt auf der Elbe war zwar sehr schön, aber auf der Rückfahrt wäre doch liebend gerne in Höhe von Brunsbüttel ausgestiegen.

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