Zeeland – Tag 12 – Brügge – Schokoladengeschäfte ohne Ende

Wie bereits nach dem Paris-Ausflug, ließen wir es auch nach der Fahrt nach Dover total ruhig angehen. Wir stellten fest, das wir bereits 4 oder 5 mal durch Brügge gefahren sind, ohne uns die Stadt anzusehen. Meine Erwartungshaltung war relativ gering, da ich einen Shopping Tag erwartete.

Altstadt von Brügge Altstadt von Brügge

Wir parkten fast genau auf dem gleichen Parkplatz, den wir nutzten als in Brügge am Hauptbahnhof unsere Fahrt nach Paris begann. Von dort aus nutzen wir ein kostenlosen Shuttle-Bus in die Innenstadt. Bereits der erste Eindruck änderte meine Erwartung komplett. Es gab quasi keine Fußgängerzone wie man es aus allen anderen Städten kennt. Durch die Altstadt führten viele kleine, sehr enge, aber trotzdem mit einem PKW befahrbare Gassen. Links und rechts davon standen fast überall kleine alte Gebäude, in denen sehr häufig Schokoladenläden zu finden waren.

Belfried Brügge Belfried Brügge Blick auf den Kanal am Jan van Eyckplein Blick auf den Kanal am Jan van Eyckplein

Für die Kinder war der Besuch der Stadt ein Paradies. Wir durften keinen einzigen Schokoladenladen auslassen, denn in einigen gab es etwas zum Probieren. Das wollten sich die Kinder natürlich nicht entgehen lassen.

Auslage in einem Schokoladengeschäft Auslage in einem Schokoladengeschäft

Auf dem Rückweg zum Auto hatten wir mal wieder etwas Pech mit dem Wetter, denn es fing an zu Regnen. Zum wiederholten Male erreichten wir das Auto komplett durchnässt und machten uns fix auf den Weg ins warme Ferienhaus.

Zeeland – Tag 11 – Tagesauflug nach England – Fähre Dünkirchen – Dover – Dünkirchen

Über diesen Urlaubstag hatten wir uns im Vorfeld wohl am meisten den Kopf zerbrochen. Zuerst planten wir, mit einer der Englandfähren als Fußgänger über den Kanal zu fahren, um nach einen kurzen Aufenthalt direkt wieder zurück zu fahren. Dies sollte in etwas 40 Euro pro Person kosten. Im Vergleich zur Ausflugsfahrt mit dem Muschelfischer eigentlich ein günstiger Ausflug. Als wir dann allerdings sahen, das die Fahrt mit dem eigenen Auto deutlich günstiger sein sollte, drehten sich alle Gedanken um den Linksverkehr und ob ich damit klar kommen werde. Schlussendlich kauften wir uns die Karten etwa 2 Monate bevor wir in den Urlaub gefahren sind und damit stand quasi fest, wie der Tag ablaufen würde. Ein paar Tage vorher machte uns allerdings der Wetterbericht Sorge. Es sollte windig und regnerisch werden.

Es ging wieder relativ früh los in Richtung Frankreich, genauer gesagt bis nach Dünkirchen. Dort sollte unsere Fähre gegen 10 Uhr losfahren und wir sollten Dover dank Zeitumstellung bereits gegen 11 Uhr erreichen. Der Weg auf die Fähre war dabei die erste Prüfung für uns. Fahrkartenkontrolle, Passkontrolle, sogar der Kofferraum wurde kontrolliert. Durch den Linksverkehr hatte ich Glück und meine Frau durfte sich zumindest um die ersten beiden Aufgaben kümmern. Anschließend kam es dann allerdings zur ersten wirklichen Prüfung für mich. Ich hasse ja schon Parkhäuser, aber der Weg auf die Fähre führte über eine schmale leicht geschwungenen Rampe. Ich war heilfroh als ich diese gemeistert hatte. Nach einer kurzen Einweisung  mussten wir unser Auto verlassen und machten es uns in einem Aufenthaltsraum auf dem Schiff bequem.

DFDS Seaways Fähre auf dem Weg nach Dünkirchen DFDS Seaways Fähre auf dem Weg nach Dünkirchen

Die nächsten 2 Stunden ging ich mehrmals mit je einem Kind nach draußen aufs Außendeck, um Fotos zu machen.  Das Wetter während der Überfahrt war recht gut, aber allerdings doch recht windig. Der Wind war so stark, das man sich auf dem Außendeck stellenweise gegen den Wind lehnen konnte ohne um zu fallen.

Das Cap Blanc Nez von der Englandfähre aus gesehen Das Cap Blanc Nez von der Englandfähre aus gesehen Erste Blicke auf die weißen Klippen von Dover Erste Blicke auf die weißen Klippen von Dover Leuchturm auf den White Cliffs Leuchturm auf den White Cliffs

Als wir England dann erreichten,war das Wetter eigentlich gut. Darum entschieden wir uns als erstes zum Strand von St-Magarets Bay zu fahren. Meine Frau hatte Probleme, die dafür notwendige Adresse im Navi einzugeben und ich kämpfte mit dem Linksverkehr. Im Hafenbereich war alles noch total easy, da dort alles Einbahnstraßen waren. In der Stadt allerdings erschreckte ich mich bei jedem entgegenkommenden Auto, obwohl ich eigentlich immer auf der „richtigen“ Seite unterwegs war. Ganz verrückt fühlten sich Kreisverkehre an. Total komisch ihn anders herum zu fahren.

Nach etwa 10 Minuten Fahrt erreichten wir den Strand. Wir aßen einen Kuchen, den wir tags zuvor gekauft hatten und bestaunten den wunderschönen Blick auf die weißen Klippen von Dover. Außerdem sammelten die Kinder einige Feuersteine.

Kreidefelsen am Strand von St-Margaret Bay Kreidefelsen am Strand von St-Margaret Bay Brandung am Strand von St-Margaret Bay Brandung am Strand von St-Margaret Bay

Anschließend ging es zu einem Parkplatz, von dem man aus direkt auf den Kreidefelsen wandern gehen konnte. Dabei hatte man von dort oben nochmals einen deutlich schöneren Blick auf die Klippen, aber auch auf die Hafenanlagen von Dover. Eigentlich war es unser Ziel, dort direkt bis zum Leuchtturm zu wandern, allerdings verschlechtere sich auf halbem Weg das Wetter deutlich. Plötzlich war Frankreich am Horizont nicht mehr zu sehen. Wir drehten um und kurz darauf fing es auch bereits an zu regnen. Wir flüchteten in das Besucherzentrum der weißen Klippen und tranken dort einen Kaffee.

Die weißen Keidefelsen von Dover Die weißen Keidefelsen von Dover Hafenanlagen von Dover Hafenanlagen von Dover

Da das Wetter nicht mehr besser werden wollte, fuhren wir anschließen zu einem Einkaufszentrum. Dort verbrachten wir die restliche Zeit bis unsere Fähre zurück nach Frankreich wieder abfuhr. Vom Prinzip her lohnt sich es sich für uns nicht nach England zu fahren um einzukaufen. Fast alles ist etwas teurer als bei uns. Allerdings gab es einige Textilien, die recht günstig waren. Diese waren auch teilweise direkt in Euro ausgepriesen.

Auf der Rückfahrt zur Fähre bemerkte ich endlich, warum ich von fast allen Autofahrern überholt wurde. Ich schaute einfach auf die Verkehrszeichen sah eine 60 und fuhr auch 60km/h. Daran, das ich dies hätte noch in Meilen umrechnen müssen, war mir komplett entfallen. Aber trotzdem erreichten wir sicher die Fähren.

Die Rückfahrt im dunklen war für mich dann etwas ganz besonderes. Das Wetter hatte sich wieder gebessert. Der Vollmond schien und erhellte einen schmalen Meeresstreifen. Das Außendeck war komplett leer. Schade das es mir nicht möglich war, dieses tolle Stimmung zu fotografieren. Mir gelangen nur diese beiden Bilder.

Ein Letzter Blick auf Dover Ein Letzter Blick auf Dover Leeres Außendeck der Englandfähre bei Nacht Leeres Außendeck der Englandfähre bei Nacht

Kurz nach Mitternacht erreichten wir dann total fertig unsere Ferienwohnung. Wobei das total fertig nur für mich galt, denn die anderen drei konnten während der Autofahrt durch Belgien schlafen.

Zeeland – Tag 10 – Zeeland-Erkundungstour – Kinderbauernhof – Aussichtsturm – Sturmflutwehr

An diesem Urlaubstag lernte ich, das tolle Unternehmungen nicht immer teuer sein müssen. Ganz im Gegenteil, oft sind es die preiswerten bzw. sogar kostenlosen Sehenswürdigkeiten, die die Kinder total schön finden. Leider aber war das Wetter an dem Tag nicht mehr so toll, aber diesmal achteten wir auf die Zeichen, so das wir nicht wieder total nass wurden.

Es ging erstmal wieder durch den Westerschelde-Tunnel, an den wir uns mittlerweile gewöhnt hatten. 5 Euro Maut passend zur Hand: „Bitte schön!“ – „Danke schön.“ und schon konnte es weiter gehen. Unser erstes Ziel war dann der Bauernhof Mariakerke. Dort konnten die Kinder erstmal allerlei Tiere füttern: Hasen, Enten aber auch einige Ziegen und ein Rind war dabei. Quasi überall standen Eimer mit Futter aus denen man sich für die Tiere bedienen konnte. Kostenfaktor für uns null. Prima.

Boerderij Mariekerke Boerderij Mariekerke Schafe auf dem Bauernhof Mariekerke Schafe auf dem Bauernhof Mariekerke Highland-Cattle-Rind Highland-Cattle-Rind Baby-Kätzchen auf dem Bauernhof Baby-Kätzchen auf dem Bauernhof

Anschließend ging es in eine Spielscheune mit Heuballenlabyrinth und einer riesigen Rutsche. Dies sollte für die Kinder zwar ein paar Euros kosten, aber es war niemand da, dem man das Geld hätte geben können. Witzig war, das der Notausgang aus der Spielscheune aus einer weiteren Rutsche bestand. Dort unten stand ein kleines Körbchen in dem sich süße Katzenjunge befanden. Auf dem Weg in Richtung Auto entdeckten wir noch ein Maislabyrinth, welches wir uns dann aber nicht mehr anschauten, da es anfing zu Regnen. Wir huschten schnell auf die andere Straßenseite zu einem Milchbauern und aßen dort vom Regen geschützt jeder ein Eis.

Weide am Bauernhof Mariekerke Weide am Bauernhof Mariekerke

Unser nächstes Ziel wählten wir eigentlich eher zufällig. Es sollte zu einem Aussichtsturm gehen, von dem wir über ein Werbekarte in der Spielscheune erfahren hatten. Ein wenig Bauchschmerzen machte uns das Wetter, aber als wir am Turm ankamen schien wieder die Sonne. Wir also schnell hin zum Turm: Eintritt kostenlos. Super! Wir kletterten die enge Treppe nach oben und bewunderten die schöne Aussicht.

Plompetoren Plompetoren Enge Treppe im Plompetoren Enge Treppe im Plompetoren Blick vom Plompetoren Blick vom Plompetoren Blick über die Oosterschelde Blick über die Oosterschelde Außenmauer vom Plompetoren Außenmauer vom Plompetoren

Auf dem Weg zum Turm fuhren wir über einen Teil der Deltawerke, die Holland vor schweren Sturmfluten schützen soll. Da ich davon einige Fotos machen wollte, suchten wir uns einen Strandabschnitt, von dem man das Oosterscheldekering gut sehen konnte. Auch dort hatten wir mit dem Wetter glück. Es war zwar etwas kühl und windig, aber eben nicht nass von oben. Dort am Strand waren wir kreativ und legten die Namen der Kinder mit Muscheln in den Sand.

Blick auf das Oosterscheldekering Blick auf das Oosterscheldekering

Am Horizont wurde es allerdings immer dunkler, so das wir uns schnell auf dem Weg zum Auto machten. Und das war auch gut so, denn auf dem Rückweg zur Ferienwohnung regnete es so doll, das man auf der Straße keine 5 Meter weit gucken konnte. Glück gehabt.

Regenwetterfront über dem Oosterscheldekering Regenwetterfront über dem Oosterscheldekering

Zeeland – Tag 9 – Haifischzähne suchen am Strand von Cadzand

Bei jedem Urlaub gibt es mindestens einen Tag, über den es nicht so viel zu schreiben gibt. Dieses mal ist es der neunte Tag, an dem wir nichts anderes machten, als am Strand von Cadzand nach versteinerten Haifischzähnen zu suchen. Leider nicht mit dem erhofften Erfolg. Ich fand zwar einen kleinen Zahn, bei dem an der Spitze eine kleine Ecke abgebrochen war, aber dafür musste ich knapp 4 Stunden Sand-Wasser-Gemisch durchsieben. Gemein daran war, das viele zerbrochene Muschelschalen wie Haifischzähne aussahen. Erst nach dem Umdrehen wurde klar, das es sich dabei um Muscheln handelte.

Am-Strand von Cadzand Am-Strand von Cadzand

Ein wenig Pech hatten wir auch noch mit dem Rückweg zur Ferienwohnung, denn zum Nachmittag war Schluss mit dem guten Wetter. Es wurde langsam duster, so das wir zusammenpackten. Auf dem Weg zum Auto fing des dann heftig an zu regnen. So sehr, das ich vorlief um das Auto näher in Richtung Strand zu fahren, während sich der Rest der Familie versuchte irgendwo unterzustellen. Schlussendlich waren wir aber alle komplett nass.

Im Auto angekommen drehten wir die Heizung voll auf und fuhren einen recht großen Umweg über eine Tankstelle in Belgien, dort war das Benzin deutlich billiger, und einem Fischladen zurück zur Ferienwohnung.

Zeeland – Tag 8 – Wochenmarkt Rotterdam – Markthalle

Auch für diesen Urlaubstag stand wieder ein langer Ausflug an, denn wir wollten zum dritten Mal unsere liebste holländische Stadt Rotterdam besuchen. Meine Frau wollte dort unbedingt auf den Wochenmarkt, da sie sich Stoffe und andere Nähsachen kaufen wollte und mir ging es hauptsächlich um die neu gebaute Markthalle mit dem schicken Gemälde auf der Innenseite der Halle.

Innengestaltung der Rotterdamer Markthalle Innengestaltung der Rotterdamer Markthalle

Bereits beim Frühstück gab es dann allerdings schon die erste Diskussion um die Fahrstrecke. Der kürzeste schnellste Weg von unserer Ferienwohnung nach Rotterdam führte wieder durch den Westerschelde Tunnel, ergo wieder 10 Euro Maut. Die mautlose alternative um Antwerpen herum sollte laut Routenplaner 20 Minuten länger dauern. Nach langem hin und her entschieden wir uns für den Antwerpen Weg und hatten damit leider Pech.  Auf der Autobahn gab es eine Tagesbaustelle, bei der die Straße von drei auf eine einzige Fahrspur verengt wurde. Dies kostete uns gut eine Stunde Zeit.

Metro Rotterdam Metro Rotterdam

Die nächsten Probleme hatten wir mit dem Park & Ride System von Rotterdam. Zwar fanden wir problemlos den Parktplatz, auch das Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln war einfach. Was wir allerdings bis heute nicht wissen ist, ob man die Karte vom Parkplatz auch beim Einchecken in der Metro hätte einchecken müssen. Wahrscheinlich schon, denn beim rauszahlen zeigte uns die Karte nicht die erwarteten zwei Euro an. Aber wir hatten Glück, denn am Automaten lag noch eine weitere Karte. Nach einigem probieren mit allen möglichen Karten konnten wir den Parkplatz mit zwei Euro Parkgebühren wieder verlassen.

Fischstand auf dem Rotterdamer Markt Fischstand auf dem Rotterdamer Markt Ein Physalis-Berg Ein Physalis-Berg

Zum eigentlichen Marktbesuch gibt es eigentlich nicht so viel zu berichten, da es ein typischer großer holländischer Wochenmarkt war. Das Angebot an Fisch, Käse Fleisch und Obst war riesig. Da wir nicht wirklich etwas kaufen konnten, probierten wir hauptsächlich fertig zubereitete Speisen. So gab es zum Beispiel frittierten Stint und leckere Stremellachs Spieße. Sehr schön war auch ein Stand, bei dem es unterschiedliche Dips zu kaufen gab. Schön vor allem deswegen, weil man alle Dips direkt probieren konnte. Nach einigem hin und her suchten wir uns dort auch einen Dip aus und machten uns langsam wieder auf den Weg zum Auto.

Frittierter Stint Frittierter Stint Leckere Stremellachs-Spieße Leckere Stremellachs-Spieße

Zeeland – Tag 7 – Le Cap Blanc Nez – Le Cap Gris Nez – La Coupole

Für den siebten Urlaubstag hatten wir eine Wettervorhersage, die nicht besser sein konnte. Daher planten wir wieder einen weiter entfernten Ausflug, der uns in die Nähe von Calais nach Frankreich bringen sollte. Also machten wir uns relativ früh auf und verließen Holland in Richtung Belgien und ehe wir uns versahen, waren wir auch schon durch Belgien durch und befanden uns auf der Französischen Autobahn, welche glücklicherweise Mautfrei gewesen ist.

Frankreichs Küste bei Calais Frankreichs Küste bei Calais Landschaft am Cap Blanc Nez Landschaft am Cap Blanc Nez Blick über den Ärmelkanal Blick über den Ärmelkanal

Unsere ersten beiden Ausflugziele waren die beiden Kaps, die sich etwas westlich von Calais befinden. Sie waren beide Landschaftlich sehr schön gewesen. Ganz anders als die Sanddünen, welche die komplette holländische Küste säumen. Außerdem hatten wir noch das Glück, das die Sicht an dem Tag so gut war, das wir am Horizont sogar die weißen Klippen von Dover sehen konnten.  Gerade am Cap Blanc Nez verbrachten wir dann relativ viel Zeit, da wir dort auch noch unbedingt runter ans Wasser wollten. Vor dem Rückweg kauften wir uns dort auch noch an einem Imbisswagen Pommes zum Mittag.

Blick auf Escalles Blick auf Escalles Am Strand beim Cap Blanc Nez Am Strand beim Cap Blanc Nez Blick auf das Cap Blanc Nez Blick auf das Cap Blanc Nez

Als weiteres Ausflugsziel hatten wir uns einen Bunkerkomplex ausgesucht, der damals von Hitler gebaut worden ist, da dieser von dort aus seine V2-Raketen auf England starten wollte. Heute befindet sich dort ein Museum und ein 3D-Kino. Eigentlich wollten wir gerne beides Besuchen, aber da wir am Strand bereits relativ viel Zeit gelassen hatten, mussten wir uns für eines entscheiden. Wir gingen mit den Kindern ins 3D-Kino und schauten uns die Geschichte des Fliegens an.

Bunkerkomplex La Coupole Bunkerkomplex La Coupole

Auf der Rückfahrt zur Ferienwohnung legten wir nochmals einen kurzen Zwischenstop in Dünkirchen ein, um dort einen französischen Carefour Supermarkt zu besuchen. Dort kauften wir ein paar Lebensmittel für den Abend und fuhren dann wieder durch Belgien zurück zur Ferienwohnung.

Zeeland – Tag 6 – Austernfarm – Schiffsausflug auf der Oosterschelde

Auch den sechsten Urlaubstag ließen wir wieder etwas ruhig angehen. Diesmal benötigten wir allerdings wieder das Auto, denn es sollte nach Yerseke gehen. Bereits bei unserem Urlaub in Den Haag hatte ich Yerseke auf dem Plan. Allerdings hätten wir von dort aus gut 2 bis 3 Stunden Autofahren müssen, um den Ort zu erreichen. Dieses Mal lag der Ort nur rund 80 Kilometer von der Ferienwohnung entfernt. Allerdings mussten wir auf dem Weg dorthin den Mautpflichtigen Westerschelde-Tunnel passieren. Wobei ich allerdings glaube, das wenn es nach den Kindern gegangen wäre, dann würden wir heute immer noch Non-Stop durch den Tunnel fahren.

Austern in einem Sammelbecken der Oesterij Yerseke Austern in einem Sammelbecken der Oesterij Yerseke Leere Austerschalen Leere Austerschalen

In Yerseke schauten wir uns eine kleine öffentlich zugängliche Austernfarm an. Probiert hatten wir den Urlaub ja bereits welche. Aber ich wollte den Kindern zeigen woher die Austern kommen. Auf der Austernfarm gab es ein kleines Museum, man konnte die Austern in Reinigungsbecken sehen und das Geschehen am Hafen beobachten. Außerdem gab es einen kleinen Laden, wo man dann natürlich Austern kaufen konnte. Da wir allerdings noch vor hatten, eine Schiffsrundfahrt zu machen, kauften wir dort nichts ein.

Muschelfischer im Gegenlicht Muschelfischer im Gegenlicht Ein weiterer Muschelfischer verlässt den Hafen Ein weiterer Muschelfischer verlässt den Hafen

Gegen Mittag hatten wir uns Fahrkarten für eine Rundfahrt mit einem Muschelfischer reserviert. Wir fuhren mit einem Ausflugschiff auf die Ossterschelde hinaus. Unterwegs konnten wir einige weitere Muschelfischer bei der Arbeit beobachten. Anschließend  durften wir das Schiff auf einer Sandbank verlassen. Für die Kinder gab es Stiefel, Kescher und einen Eimer. In Erinnerung bleiben wird das Verhalten von meiner kleinen Tochter. Sie sammelte auf der Sanbank am liebsten im flachen Wasser, da die Muscheln dort am saubersten waren. Plötzlich meinte sie dann: „Papa. In meinen Stiefeln lebt was.!“ Dabei war sie einfachzu tief im Wasser und ihre Stiefel waren vollgelaufen.

Rundfahrtschiff an der Sandbank Rundfahrtschiff an der Sandbank Blick über die Oosterschelde Blick über die Oosterschelde Muscheln auf einer Sandbank in der Oosterschelde Muscheln auf einer Sandbank in der Oosterschelde

Trotzdem sammelten unsere beiden Jäger jeder einen großen Eimer voll mit Muscheln und Steinen. Auf der Rückfahrt zum Hafen wurden die besten Funde aller Touristen ausgewertet und erklärt. Außerdem gab es Algen und rohe! Miesmuscheln zum probieren. Die Kinder trauten sich bei beiden Sachen nicht. Ihnen fiel aber auf, das Papa sich alles sofort in den Mund steckte.

Spuren im Sand Spuren im Sand Wellenmuster im Sand Wellenmuster im Sand

Nach der Rundfahrt fuhren wir über Goes wieder langsam in Richtung Ferienwohnung. Dabei hatten wir noch das Glück, das in Goes gerade Jahrmarkt war, so das wir noch eine Ungeplante tolle dritte Station hatten, bei der es für die Kinder was zum schauen gab.

 

 

 

Zeeland – Tag 5 – Tagesausflug nach Vlissingen

Nach unserem doch anstrengenden Ausflug nach Paris wollten wir es am fünften Urlaubstag wieder ruhiger angehen lassen. Darum ließen wir an diesem Tag das Auto stehen und gingen nach dem Frühstück gemütlich zum Fähranleger im Hafen von Breskens. Von dort aus fuhren wir mit einer kleinen Personenfähre nach Vlissingen. Direkt am Hafen nahmen wir uns die Zeit um zuzusehen, wie ein Segelschiff durch eine Schleuse gebracht wurde. Dies war eigentlich ganz toll, da ich den Kinder im Museum in Zeebrugge vor einigen Tagen bereits erklären musste, wie eine Schleuse funktioniert.

Personenfähre Breskens-Vlissingen Personenfähre Breskens-Vlissingen Vlissingen von der Fähre aus aufgenommen Vlissingen von der Fähre aus aufgenommen

Anschließend gingen wir langsam am Deich entlang ins Zentrum der Stadt. Unterwegs fütterten wir ein paar Schafe mit Gras, welches wir direkt am Wegrand pflückten. Außerdem beobachteten wir, wie ein Lotse zu einem Schiff gebracht wurde, welches wohl auf dem Weg nach Antwerpen war. Wieder gab es also etwas was ich den Kindern erklären konnte.

Ein Lotse geht an Bord Ein Lotse geht an Bord Schiff auf der Westerschelde Schiff auf der Westerschelde

Gegen Mittag erreichten wir dann das Zentrum von Vlissingen. Und da wir Hunger hatten, gingen wir in ein kleines Fischrestaurant. Für die Kinder gab es Kibbeling, meine Frau aß einen Mix-Teller mit frittiertem Fisch und ich entschied mich für die Muscheln. Lecker!

Leckere Muscheln zum Mittag Leckere Muscheln zum Mittag

Anschließend schauten wir uns das Zentrum an und kauften hier und da ein paar Kleinigkeiten ein. Bevor wir uns auf den Rückweg machten, kauften wir uns noch ein Eis. Beim Essen beobachteten wir 2 Silbermöwen, die dabei waren in einem Brunnen zu baden.

Silbermöwe beim Baden Silbermöwe beim Baden Junge Silbermöwe Junge Silbermöwe

Auf dem Rückweg zum Schiff beobachteten wir am Deich weitere Silbermöwen und fütterten nochmals die Schafe. Auch an der Schleuse konnten wir noch einmal schauen. Diesmal erklärten allerdings die Kinder was gerade passiert.

Silbermöwe auf dem Deich Silbermöwe auf dem Deich Stare beim Fressen Stare beim Fressen

Die Rückfahrt auf der Fähre nutzte ich dann hauptsächlich um Fotos von den Kindern zu machen. Auf dem Schiff gab es ein Treppe mit gelb abgeklebten Treppenstufen. Diese eignete sich perfekt als Hintergrund. Sowohl ich, als auch die Kinder hatten sehr viel Freude. Trotzdem verlor ich die Umgebung nicht vollständig aus dem Blick, so das mir auf der Rückfahrt ein schönes Foto mit zwei Windkraftanlagen gelang.

Windräder am Strand von Vlissingen Windräder am Strand von Vlissingen

Zum Abschluss es Tages machten wir es uns im Ferienhaus gemütlich und überlegten uns, was wir am nächsten Tag unternehmen wollten.

 

Zeeland – Tag 4 – Tagesausflug nach Paris

Der Tagesausflug nach Paris war einer der Urlaubstage auf die ich mich im Vorfeld am meisten freute, denn schließlich hatte ich die Fahrkarten für den Thalys Schnellzug von meiner Frau zum Geburtstag geschenkt bekommen. Dabei freute ich mich nicht nur auf die Stadt. Auch der Weg dorthin war für mich etwas besonderes, denn bisher war ich nur selten mit langsamen Regionalzügen unterwegs. Und ehrlich gesagt bin ich noch nie mit 300 Kilometern pro Stunde gereist.

An dem morgen klingelte unser Wecker bereits um 5 Uhr.  Fix anziehen, einen Kaffee trinken und schon ging es los. Mit dem Auto fuhren wir in leichtem Regenwetter zum Hauptbahnhof nach Brügge. Ich hoffte darauf, das das Wetter besser werden würde und das wir den Bahnhof pünktlich erreichten. Ein wenig Sorgen hatte ich, da wir unterwegs auf eine umgeplante baustellenbedingte Umleitung trafen. Aber alles ging gut …

Von Brügge aus fuhren wir dann mit dem IC nach Brüssel und von dort aus mit dem Schnellzug nach Paris. Die Fahrt mit dem Schnellzug war sehr angenehm. Nur direkt seitlich aus dem Fenster schauen fand ich nicht so toll, denn dort rauschte alles viel zu schnell an einem vorbei. Mit auf dem Horizont fixierten Blick ging es deutlich besser. Gegen halb zehn waren wir dann bereits in Paris.

Unsere erste Station an dem Tag war die Cathédrale Notre Dame de Paris. Wir machten vor der Kirche einige Fotos und schauten sie uns auch von innen an. Einzig den Weg hinauf auf den Kirchturm ersparten wir uns, da die Kinder für ein Museum immer noch zu klein waren. In Erinnerung geblieben ist mir, das die Kinder von einer liegenden Papst-Statue fasziniert waren:  „Papa, schau mal, da schläft einer!“

Cathedrale Notre Dame de Paris Cathedrale Notre Dame de Paris In der Cathedrale Notre Dame In der Cathedrale Notre Dame

Anschließend wollten wir eigentlich mit dem RET zum Eiffelturm fahren. Allerdings fuhr die benötigte Linie an dem Tag nicht, so das wir uns einen alternativen Weg mit der Metro suchten. Auf dem Weg von der Metro-Station zum Eiffelturm kauften wir uns Crêpes und aßen diese im Park am Fuße des Eiffelturms.

Unter dem Eiffelturm Unter dem Eiffelturm

Es folgte der unangenehmste Teil des Tages: Am Eiffelturm waren unwahrscheinlich viele Menschen, die alle auf dem Turm wollten. Insgesamt standen wir gut 2 Stunden an. Zu unserem Pech/Glück gab es dann als wir dran waren auch nur noch Karten für die zweite Ebene. Oben gab es dann wieder eine Schlange, wo man sich Karten für die Turmspitze kaufen konnte. Da uns der Ausblick von der zweiten Ebene reichte und wir keine Lust hatten uns nochmals anzustellen beließen wir es dabei.

Das Finanzzentrum von Paris Das Finanzzentrum von Paris Die Sacre Coeur vom Eiffelturm aus gesehen Die Sacre Coeur vom Eiffelturm aus gesehen Der Eiffelturm Der Eiffelturm

Nach dem Eiffelturm ging es für uns zu einem Mini-Abstecher zum Triumphbogen. Insgesamt waren wir dort wohl nur 10 Minuten, da wir nicht mehr all zu viel Zeit hatten.

Blick auf den Arc de Triomphe Blick auf den Arc de Triomphe

Denn als letzte Station wollten wir unbedingt noch zur Sacre Coeur. Auch diese schauten wir uns wieder von außen und innen an. Und mit dem gesparten Geld vom Eiffelturm, kaufen wir uns dort Eintrittskarten mit denen wir auf das Dach der Kirche steigen konnten. Ehrlich gesagt war dies fast besser als der Eiffelturm. In der Sacre Coeur gab es eine schmale Wendeltreppe zu erklimmen, die gerade für die Kinder ein Erlebnis war. Oben gab es einen wunderschönen Blick über Paris. Vor allem weil man auch den Eiffelturm sehen konnte. Dieser fehlt logischerweise irgendwie, wenn man selbst auf dem Turm ist.

Sacre Coeur Sacre Coeur Paris vom Dach der Sacre Coeur Paris vom Dach der Sacre Coeur

Zum Abschluss kauften wir uns ein paar Baguettes zum Abendbrot und machten uns wieder auf den Weg zum Bahnhof.

Eintrittskarten-Sammelsurium Eintrittskarten-Sammelsurium

Es ging auf gleichem Weg zurück. Gegen 23 Uhr abends waren wir dann ziemlich K.O. zurück im Ferienhaus. Trotz alle dem hat uns der Tag sehr gefallen. Wir hatten Glück mit dem Wetter und relativ viel Zeit in Paris. Einzig das Warten am Eiffelturm war alles andere als schön. Vielleicht hätten wir die Karten vorher im Internet kaufen sollen, aber das hätte mit dem Wetter vielleicht schief gehen können. Danke für das tolle Geburtstagsgeschenk.

Zeeland – Tag 3 – Seafront Zeebrugge – Toller Zufallsfund

Unser dritter Urlaubstag startete ganz gemütlich. Als erstes ging es zu einem holländischen Hofladen, der ganz in der Nähe unserer Ferienwohnung lag. Dort kauften wir Saft und etwas Marmelade. Wenn es nach den Kindern gegangen wäre, hätten wir dort deutlich mehr eingekauft. Vor allem natürlich Bonbons und Schokolade, aber davon hatten wir ja bereits am Vortag genug.

Holländischer Hofladen Holländischer Hofladen

Danach ging es weiter zu dem eigentlichen Hauptziel des Tages: zur Seafront Zeebrugge. Dies ist ein maritimes Museum, in dem man auch 2 Schiffe besichtigen kann. Bereits bei den Urlaubsvorbereitungen waren die Kinder ganz begeistert von dem Museum, da eines der beiden Schiffe ein russisches U-Boot ist. Sie konnten sich nicht vorstellen, wie ein Schiff komplett unter Wasser fahren kann. Mit meiner kleinen Tochter musste ich sogar vor dem Urlaub eine Reportage über eine Nordpol-Expedition mit einem U-Boot im TV anschauen.

B-821 in der Seafront Zeebrugge B-821 in der Seafront Zeebrugge

Das Museum selbst hat mir persönlich sehr gut gefallen. Es war auf mehrere Gebäude verteilt, wobei jedes einen eigenen Themenbereich abhandelte. Im ersten Gebäude waren Unterwasserkulissen aufgebaut, in denen man sich ein Bild von der Tier- und Pflanzenwelt unter Wasser machen konnte. Sehr schön war hier ein kleiner Tunnel, der für die Kinder angelegt wurde. In dem anschließenden Bereich ging es um die Fischerei. Interessant gemacht wurde der Bereich, durch interaktive Elemente die zum Ausprobieren animierten. Das Highlight war hier sicherlich die simulierte Fischauktion. Wir traten in zweier Teams an und versuchten den vorgegebenen Fisch möglichst billig zu ersteigern. Im dritten Bereich ging es um die Geschichte des Ortes und dabei ging es auch um den zweiten Weltkrieg und die dort eingesetzte Technik. Zuerst dachte ich das dies für die Kinder gar nichts sein würde, aber die Macher des Museums hatten genau hier einen kleinen Spielplatz eingerichtet.

Torpedo im Marinemuseum Zeebrügge Torpedo im Marinemuseum Zeebrügge

Anschließend ging es nach draußen um das besagte U-Boot und ein Feuerschiff zu besichtigen. Da ich bereits einmal auf einem Museums-U-Boot war, war für mich das Feuerschiff interessanter. Aber eigentlich wurde bei beiden Schiffen klar, was für ein beschwerliches Leben die Seefahrer damals hatten.

Maschinenraum vom U-Boot B-821 Maschinenraum vom U-Boot B-821 Feuerschiff West-Hinder Feuerschiff West-Hinder Gedeckter Tisch im Feuerschiff West-Hinder Gedeckter Tisch im Feuerschiff West-Hinder

Nach der Besichtigung der Schiffe wollten wir eigentlich nur schnell noch in einen Fischladen, den wir bereits auf dem Hinweg zwischen Autoparkplatz und Museum gesehen hatten. Plötzlich befanden wir uns allerdings vor einer Halle, wo eine Veranstaltung/Messe durchgeführt wurde. Zuerst dachten wir, das diese nicht öffentlich zugänglich sei, welches sich allerdings als falsch herausstellte. Also gingen wir in die Halle und schauten uns erst einmal vorsichtig um.

Toller Zufallsfund: Fischmessse Toller Zufallsfund: Fischmessse

An fast jedem dort aufgebauten Stand gab es Fischspezialitäten zum Probieren. Wir waren immer noch skeptisch und suchten nach den Preisschildern, wie es bei uns auf der „Grünen Woche“ üblich ist. Ganz am Ende der Halle trafen wir auf einen netten Herren, der dort einen Stand betreute. Er bot uns allerlei an: Nordseekrabben, gekochte Miesmuscheln und zu guter letzt sogar Austern. Alles kostenlos. Es war auch überhaupt kein Problem, das die Kinder gerne mehr als nur eine Portion probieren wollten. Vielen lieben Dank dafür, auch wenn ich mittlerweile vergessen habe wie die Firma hieß, die die Produkte herstellte.

Fischstand auf der Fischmesse Fischstand auf der Fischmesse

 

Nachdem war dann bei uns das Eis gebrochen und wir probierten uns durch all die anderen Stände durch. Das Angebot war gigantisch: von Räucherfisch, über Kibbeling bis zum frisch gebratenen Schollenfilet. Kein Wunsch blieb unerfüllt. Selbst kleine Präsente für die Kinder, wie Brillen, oder Malhefte und Karten gab es dort.  Ich weiß bis heute nicht um was für eine Messe es sich dort gehandelt hat, aber ich bin immer noch begeistert was wir dort alles probieren konnten. Mit einem hatte der nette Herr vom letzten Stand definitiv recht: Die Produkte waren deutlich besser/leckerer/frischer als alles was man bei uns in Berlin kaufen kann.

Nach der Messe gingen wir trotzdem noch wie geplant in den Fischladen. Wir hatten zwar keinen Hunger mehr, aber kauften uns für das Abendbrot trotzdem ein Kilo Nordseekrabben. Anschließend fuhren wir über Heist zurück in Richtung Ferienhaus. Unterwegs legten wir eine kleine Pause ein und schlenderten ein wenig über den Strand von Heist.

Strand von Heist Strand von Heist