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Skandinavien-Rundreise 2016: Wieder daheim….

Leider ist der diesjährige Jahresurlaub auch schon wieder vorbei und der Alltag hat uns wieder. Es war allerdings so schön, das ich, wenn ich könnte, sofort wieder losfahren würde. Wir waren auf Rundreise, ja fast auf einer Expedition, durch Skandinavien. Zuerst ging es durch Norwegen, in kleinen Schritten, zum Nordkap. Auf dem Rückweg schauten wir uns Finnland und Schweden an. Täglich fuhren wir in etwa zwischen 200 und 400 km mit dem Auto und übernachteten dadurch fast jede Nacht in einem anderen Hotel.

Insgesamt fuhren wir an 25 Urlaubstagen 6084km und benötigten dafür eine reine Fahrzeit von 91h und 47min. Trotzdem war noch jede Menge Zeit um links und rechts neben der Strecke viele interessante Dinge anzusehen. Und zu unserem Glück spielte auch das Wetter mit. In den über 3 Wochen hatten wir nur zwei Regentage. Der eine erwischte uns unterwegs beim Wandern und der zweite zerstörte unsere Tagesplanung leider komplett. Zum Glück war dies allerdings eh ein Tag, an dem wir eine recht lange Strecke mit dem Auto fahren mussten. Aber dazu später mehr.

Apropos Planung: So aufwendig wie in diesem Jahr war noch keine Urlaubsplanung. Allein das Festlegen der Strecke und das Buchen der Hotels beschäftigte uns mehrere Wochen. Außerdem erstellte ich noch eine PDF-Datei für jeden einzelnen Urlaubstag, in dem die Sehenswürdigkeiten (Adresse, Öffnungszeiten, Eintrittspreis …) standen, die wir an dem Tag besuchen wollten. Um diese zu erstellen benötigte ich nochmals einige Wochen.

Im Nachhinein war die Zeit aber sehr gut investierst, da vor Ort doch relativ wenig Flyer auslagen. Nur mit den Adressen war es in den dünn besiedelten Bereichen nicht so einfach. Straßennamen gab es kaum. Navigierte man dann mit dem Auto in das Ortszentrum konnte es vorkommen, das das eigentliche Ziel rund 30km entfernt lag. Da ich mich allerdings immer an die Vorbereitungen erinnern konnte, sind wir nie eine Strecke doppelt gefahren.

Das absolute Highlight des Urlaubs war für mich der Besuch des nördlichsten Ortes von Europa. Damit meine ich nicht das Nordkap, sondern den Knivskjellodden, eine Landzunge die sich rund 4 km westlich vom Nordkapp befindet. Am äußersten Ende der Landzunge befindet man sich etwa 1400 Meter weiter nördlich als am Nordkap. Allerdings muss man, um dorthin zu gelangen insgesamt 9km wandern. Für mich war diese Wanderung aus zwei Gründen der Höhepunkt des Urlaubs. Zum einen war der nördlichste Punkt für mich das eigentliche Ziel der Reise und zum zweiten bin ich total stolz auf meine beiden kleinen Kinder, die die Wanderung ohne jammern meisterten. Im Gegenteil, den beiden machte das Klettern über die Felsen richtig Spaß.

Ich am Knivskjellodden Ich am Knivskjellodden

Wie in jedem Jahr werde ich hier auch dieses Jahr wieder versuchen,  über jeden einzelnen Urlaubstag einen Artikel zu schreiben. Allerdings wird das diesmal wohl noch länger dauern als üblich. Denn es sind ja 3 Wochen Urlaub gewesen und ich habe insgesamt 300GB an Fotos und Videos, die gesichtet werden wollen ….

Harz – Tag 2 – Brocken (auf 2 verschiedenen Wegen)

Eigentlich müsste ich für den zweiten Tag unseres Aufenthalts im Harz zwei verschiedene Artikel schreiben, denn ich und der Rest der Familie erlebten einen komplett unterschiedlichen Tag. Gleich war einzig allein das Ziel: der Brocken. Meine Frau und die Kinder wollten eigentlich mit dem Zug fahren, entschieden sich dann allerdings doch spontan für den Pferdewagen, da dieser bei der Ankunft auf dem Parkplatz gerade abfahrbereit  stand und noch Plätze frei waren. Ja und ich war so verrückt mir vorzunehmen, es mit dem Fahrrad zu probieren.

Mit dem Fahrrad auf den Brocken Mit dem Fahrrad auf den Brocken

Seit etwa einem Jahr fahre ich 3 mal in der Woche auf dem Ergometer um meine fast nur sitzende Tätigkeit wenigstens ein wenig auszugleichen. Mit der Zeit bemerkte ich dabei, das ich immer weniger Zeit benötigte um eine vorgegebene Anzahl an Kalorien zu verbrauchen. Daraus entwickelte sich dann die Idee, den Brocken mit dem Fahrrad zu bezwingen. Rein rechnerisch sollten die Werte, die ich auf dem Ergometer fahren konnte reichen, um mit etwa 10km/h auf den Brocken zu fahren. Trotzdem hatte ich so meine Bedenken, ob gerade das letzte sehr steile Ende des Anstiegs zu schaffen wäre.

Morgens entschied ich mich dazu, den Brocken von Braunlage aus in Angriff zu nehmen. Die Strecke war zwar weiter als die Alternative von Schierke aus, aber dafür gab es nach etwa der halben Steigung ein kleineres Stück welches fast eben sein sollte. Das fand ich attraktiv um sich unterwegs etwas zu erholen. Allerdings hatte ich mich total mit dem Untergrund verschätzt. Das erste Stückchen führte über eine asphaltierte Straße und war trotz der Steigung relativ gut zu fahren. Dann wechselte ich allerdings auf einen Wanderweg, der über den ehemaligen Kolonnenweg der innerdeutschen Grenze führte. Dort lagen Betonplatten mit vielen kleinen rechteckigen Löchern. Einige der Löcher waren mit Sand/Steinen gefüllt und andere waren leer. Alle waren mit Gras bewachsen, so das man sie vom Rad aus nicht unterscheiden konnte. Es war auf jeden Fall schmerzhaft, wenn man mit den Reifen in die offenen Löcher kam.

Nach 1:44:05 war es vollbracht: Ich hatte es mit dem Rad auf den Brocken geschafft. Erstaunlicherweise war das letzte steile Stück gar nicht so schlimm. Es waren aber unglaublich viele Wanderer unterwegs, so das die letzten Kilometer eine riesige Slalomfahrt war. Sehr gefreut habe ich mich, das ich noch schneller war als der Rest der Familie mit dem Pferdewagen. Mir hat es jedenfalls so viel Spaß gemacht, das ich es wohl nochmal wiederholen werde.

Brockenpanorama Brockenpanorama

Da meine Frau die Kamera hatte, wurden alle Bilder in diesem Artikel von ihr aufgenommen. Auf Empfehlung des Kutschers sind alle Fahrgäste an den steilsten Stücken des Weges ausgestiegen und ein wenig zu Fuß gelaufen, um die Pferde zu entlasten. Für diese war es nämlich Schwerstarbeit. Es war Wahnsinn, wie sehr die Tiere schwitzten. Außerdem gab es noch eine Pause, in der die Pferde mit Futter und Wasser versorgt wurden. Währenddessen nutzte meine Frau die Gelegenheit ein paar Fotos zu machen. Aus dem Wagen heraus lies es sich nämlich wegen der Plane nicht so gut fotografieren. Für die Kinder war die Fahrt mit dem Pferdewagen ein absolutes Highlight. Sie saßen wie die Könige im Wagen und freuten sich total, da Oma und Opa und natürlich deren Hund auch noch mit dabei waren.

Blick vom Brocken Blick vom Brocken Weg zum Brocken im Gegenlicht Weg zum Brocken im Gegenlicht

 

 

 

Harz – Tag 1 – Anreise – Burg Regenstein – Falkenhof Harz

Ende Oktober waren wir für eine Urlaubswoche im Harz, da mein Vater uns zu seinem Geburtstag eingeladen hatte. Die Kinder waren im Vorfeld richtig aufgeregt. Sie freuten sich darauf Oma und Opa und natürlich deren Hund wiederzusehen. Außerdem waren sie total neugierig, da unser erster Urlaub mit Kind ebenfalls den Harz als Ziel hatte. Die kleine wollte genau das gleiche anschauen, was wir uns im damaligen Urlaub angesehen hatten und die große wollte unbedingt herausfinden, ob sie etwas wiedererkennen würde. Das war allerdings recht schwierig, denn sie war damals erst 9 Monate alt.

Um dem nachzukommen gestalteten wir die Anreise genau gleich. Als erstes fuhren wir nach Magdeburg und aßen dort bei Höffner Mittag. Dies sorgte bei uns bereits für erste Verwirrungen, denn Höffner war umgezogen und befand sich an einem komplett anderen Ort als 2009.

Anschließend fuhren wir nach Blankenburg und schauten uns dort die Burgruine Regenstein ein. Gerade die Lütte hatte dort ihren Spaß. Jeder Raum musste untersucht werden und anschließend wurde geraten was für ein Zimmer es mal gewesen sein könnte. Relativ schnell waren Wohnzimmer, Küche, Kinderzimmer usw. verteilt. Dort bleiben wollte aber keines der Kinder. Es sollte dann doch eine richtige Ferienwohnung sein.

Burg Regenstein Burg Regenstein Blick auf den Brocken Blick auf den Brocken

Anschließend schafften wir es gerade noch rechtzeitig zur Flugshow im Falkenhof Harz. Diese hatten wir ebenfalls bereits 2009 besucht und sie hatte uns sehr gut gefallen. Auch in diesem Jahr war es wieder sehr schön. Wir konnten sogar eine Eule streicheln und einen Falken kurz auf dem Arm halten. Nur für die Kinder wurde es mit der Zeit etwas langweilig, da die Tiere nicht immer das machten was der Falkner wollte und die Flugshow somit ziemlich lange dauerte.

Bartkauz vom Falkenhof Harz Bartkauz vom Falkenhof Harz Bartkauz im Flug Bartkauz im Flug

Nach der Flugshow mussten wir uns etwas beeilen. Wir wollte noch Lebenmittel kaufen,  das Auto ausladen und außerdem warteten Oma und Opa bereits in der Ferienwohnung.

Kurzurlaub: Friedrichskoog – Helgoland – Tag 2 – Tagesausflug Wedel – Helgoland

An diesem Tag war früh aufstehen angesagt, denn das Schiff nach Helgoland fuhr bereits um 9:40 Uhr in Wedel ab und bis dorthin hatten wir noch eine knapp 90 Minuten lange Autofahrt vor uns. Nach einem kurzen Frühstück stiegen wir voller Vorfreude ins Auto und machten uns auf den Weg. Vor allem ich freute mich auf die Fahrt auf der Elbe, da dieser Teil der Reise nach Helgoland für mich gänzlich unbekannt war. Die Strecke ab Cuxhaven kennen wir dagegen von früheren Fahrten schon sehr gut. Auf ging es zu unserer Lieblingsinsel:

Blick über das Oberland Blick über das Oberland

Wir erreichten Wedel genau innerhalb der einplanten Zeit und fanden auch relativ schnell einen Parkplatz. Insgesamt wirkte Wedel auf uns relativ verschlafen. An der Elbe stand ein einzelner kleiner Container, wo wir unseren Gewinngutschein gegen die Fahrkarten eintauschen konnten. Direkt daneben befand sich ein relativ großes Restaurant, bei dem am frühen morgen allerdings überhaupt nichts los war. In Erinnerung bleiben wird mir allerdings die Begrüßungsanlage am Fähranleger. Jedes Schiff, welches Wedel passierte, wurde von dort per Lautsprecheransage begrüßt bzw. verabschiedet. Dabei klang die Stimme vom Band so, als wäre sie in den 30er Jahren des vorherigen Jahrhundert hängen geblieben. Ich will damit nicht sagen, das ich dies schlecht fand, aber auf mich wirkte sie irgendwie befremdlich.

Frachtschiff auf den Weg nach Hamburg Frachtschiff auf den Weg nach Hamburg

Etwa 10 Minuten vor Abfahrt sahen wir den Halunder Jet aus Richtung Hamburg kommen. Unsere Fahrt konnte also pünktlich beginnen. Während meine Frau mit den Kindern die gesamte Fahrzeit auf unseren Sitzplätzen verbrachte, ging ich öfters auf das Außendeck um Fotos zu machen. Vorbei ging es an mehreren Frachtschiffen, den Atomkraftwerken welche sich an der Elbe befinden und auch die Einfahrt zum Nordostseekanal war sehr interessant. Erstaunt war ich über die Breite der Elbmündung. Ich hatte sie mir irgendwie deutlich schmaler vorgestellt.

Halunder Jet kurz vor Wedel Halunder Jet kurz vor Wedel Kreuzfahrtschiff verlässt Hamburg Kreuzfahrtschiff verlässt Hamburg Kernkraftwerk Krümmel Kernkraftwerk Krümmel

Lustig war, das rund eine halbe Stunde vor Cuxhaven von der Crew Reisetabletten ausgegeben wurden. Wie die Lemminge stürmte sogleich ein Großteil der Passagiere zum Tresen. Währenddessen machten einige „Mutige“ Scherze, da auf der Elbe kaum Seegang zu spüren war. Wir dagegen wussten ganz genau was uns ab Neuwerk zu erwarten hatte. Und so kam es dann auch: die Wellen wurden deutlich größer, das Außendeck wurde gesperrt und die Spucktüten wurden ausgeteilt. Ich war mir relativ sicher, das ich keine brauchen würde, allerdings machte ich mir Gedanken, wie ich den Kindern im Fall der Fälle klar machen würde, wie diese zu benutzen seien. Am Nebentisch erklärte ein Papa seinem Sohn jedoch sehr genau, wie das funktioniert und meine Kinder konnten dort zusehen. Das war auch gut so, denn meine Kinder wurden dann auch immer blasser und klagten über Bauchschmerzen. Es ging aber zum Glück alles gut. Im vorderen Teil des Schiffes sah dies allerdings ganz anders aus. Dort hatte die Crew mit dem Einsammeln von vollen Tütchen alle Hände voll zu tun.

Für den Kurzaufenthalt auf Helgoland hatten wir uns viel vorgenommen. Wir wollten möglichst viel von der Insel sehen und jeder von uns hatte seine Lieblingsstellen wo wir unbedingt hin mussten. Nur den Wunsch meiner Frau zur Düne überzusetzen konnten wir nicht realisieren. Kurz nachdem wir das Schiff verlassen hatten gingen wir als erstes uns zum Mittag jeder ein Knieper-Brötchen kaufen. Anschließend ging es direkt hoch zu meinem Lieblingsplatz der Insel: zum Berliner Bären. Von dort aus ist der Blick über den Hafen einfach nur fantastisch. Außerdem macht es immer wieder Spaß dort die Kinder zu fotografieren, da dort immer mit dem Bären gepost werden muss. Anschließend ging es am Falm entlang. Mein Blick ging gen Düne und die Kids deckten sich während dessen mit neuem Lego ein.

Blick über den Hafen Blick über den Hafen

Nun ging es quer durchs Oberland, an unserer Ferienwohnung von vor 2 Jahren vorbei zum Leuchtturm und dann zum Klippenrandweg. Dort waren wir erstaunt, was für eine riesige Menschenmenge dort unterweg war. Über den Pinneberg ging es zum Lummenfelsen, wo ich mir natürlich die Zeit nahm, die fliegenden Basstölpel zu fotografieren. In diesem Moment war ich sogar über den Wind froh, da ich wusste das die Vögel aktiver sind, wenn es mehr Wind gibt.

Menschenmassen auf dem Klippenrandweg Menschenmassen auf dem Klippenrandweg Junger Basstölpel im Flug Junger Basstölpel im Flug Lange Anna Lange Anna

Nach einem kurzen Blick auf die lange Anna suchten wir uns einen windgeschützten Trampelpfad und stiegen den Jägerstieg runter zum Strand an der Jugendherberge. Dort wollten die Kinder nämlich unbedingt hin, um ein paar Steine zu sammeln. Jetzt ging es nochmal zum Einkaufen. Da wir genau wussten, was wir kaufen wollten, ging dies zum Glück relativ schnell. Langsam aber sicher ging es dann wieder in Richtung Schiff. Da allerdings noch etwas Zeit war, ging meine Frau mit den Kindern noch in das Sportbekleidungsgeschäft „Rickmers“ und ich in Richtung Wellensturzbecken. Dort erhoffte ich mir noch die fehlenden Seehunde zu finden und außerdem finde ich von dort aus den Blick auf die lange Anna so schön. So aus der Ferne betrachtet sieht sie einfach viel schöner aus, als so von oben herab am Klippenrandweg.

Helgoländer Klippen mit der langen Anna Helgoländer Klippen mit der langen Anna Seehunde beim Sonnenbaden Seehunde beim Sonnenbaden Seenotrettungskreuzer Hermann Marwede Seenotrettungskreuzer Hermann Marwede

Die Rückfahrt verlief an für sich relativ ereignislos. Auch wenn der Wind nicht nachgelassen hatte, so war die Fahrt mit den Wellen deutlich angenehmer als auf der Hinreise, wo da Schiff gegen die Wellen anfahren musste. Nach einem wehmütigen letzten Blick vom Außendeck des Halunder Jets auf Helgoland setze ich mich auf meinen Platz und schaute mir die schönen Fotos einer Präsentation auf einem der Bordbildschirme an. Wie gerne wäre ich länger auf meiner Lieblingsinsel geblieben. Sicher ist, das wir nochmal nach Helgoland fahren werden, allerdings nicht als Tagesausflug. Dort hat man einfach zu wenig Zeit um die Schönheit der Insel zu genießen.

Letzter Blick auf Helgoland Letzter Blick auf Helgoland Segelschiff in der Elbmündung Segelschiff in der Elbmündung Neuwerk Neuwerk Abendliche Stimmung in der Elbmuendung Abendliche Stimmung in der Elbmuendung

Nachdem wir wieder gut in Wedel an Land gekommen sind, stand wieder die Autofahrt vor uns, die wir bereits auf dem Hinweg zu bewältigen hatten. Da ich von dem Tag doch ganz schön geschafft war, war diese alles andere als angenehm. Die Fahrt auf der Elbe war zwar sehr schön, aber auf der Rückfahrt wäre doch liebend gerne in Höhe von Brunsbüttel ausgestiegen.

Süd Holland – Tag 14 – Mühlen von Kinderdijk – Boerderij ‚t Geertje

Leider geht auch der schönste Urlaub einmal zu Ende. Als ich an dem morgen aufwachte, war ich schon etwas wehmütig, denn mir wurde bewusst, das ich sehr bald den tollen Ausblick auf das Meer vermissen werde. Am liebsten hätte ich mich den ganzen Urlaubstag nur auf den Balkon der Ferienwohnung gesetzt, um noch möglichst viel Meer mit nach Hause nehmen zu können. Wir entschieden uns allerdings dazu, den Tag ähnlich zu verbringen, wie wir auch im letzten Jahr unseren letzten Urlaubstag verbracht hatten.

Die Mühlen von Kinderdijk Die Mühlen von Kinderdijk

Unser Ziel für den Tag waren die Mühlen von Kinderdijk. In dem Ort stehen 19 Windmühlen auf sehr engen Raum, die früher zur Entwässerung der Polder genutzt wurden. Eine der Mühlen konnte von innen besichtigt werden. Dort konnten wir unsere letzte silberne Eintrittskarte vom Holland-Pass einlösen. Von innen war die Mühle allerdings sehr ähnlich eingerichtet, wie die Mühle, die wir uns im letzten Jahr angesehen hatten. Richtig gut war allerdings, das dort die Möglichkeit bestand in einem Originalbett probe zu liegen. Gerade die Kinder hatten daran viel Spaß. Ansonsten fand ich es schöner, draußen zwischen den Mühlen spazieren zu gehen. Durch die räumlichen Nähe der vielen Windmühlen ergaben sich für mich dort sehr viele schöne Fotomotive.

Graugans im Wasser Graugans im Wasser Haubentaucher Haubentaucher Windmuehle in Kinderdijk Windmuehle in Kinderdijk

Als letztes Reiseziel für den Urlaub wählten wir den Kinderbauernhof ‚t Geertje, welcher sich in der Nähe von Den Haag befindet. Dort sollten sich die Kinder nochmal so richtig austoben. Für sie gab es natürlich reichlich Möglichkeiten Tiere zu streicheln. Außerdem gab es einen kleinen Spielplatz und es konnten sich Ruderboote ausgeliehen werden. Das Highlight für die Kinder war allerdings, das dort Nuckel-Flaschen mit Milch zum Füttern der Ziegenlämmer gekauft werden konnten. Ich fand am besten, das dort ein Hahn herumlief, der so zutraulich war, das man ihn hochheben konnte. Zum Schluss saß er dann auf meinem Schoss, lies sich streicheln und wollte gar nicht wieder runter.

Ziegenstall vom Kinderbauernhof t'Geertje Ziegenstall vom Kinderbauernhof t'Geertje Neugeborenes Ziegenlämmchen im Kinderbauernhof t'Geertje Neugeborenes Ziegenlämmchen im Kinderbauernhof t'Geertje

Anschließend fuhren wir bereits relativ früh wieder zurück zur Ferienwohnung, da wir ja unsere Sachen für die Heimreise packen mussten. Für den Abend kauften wir uns beim Fischhändler mehrere Räucherfischplatten, mit denen wir unseren Urlaub mit Blick auf das Meer ausklingen ließen.

Räucherfischplatten Räucherfischplatten

 

Süd Holland – Tag 12 – Haagse Markt – Strand Scheveningen

An diesem Tag schafften wir endlich das, worauf ich mich bereits im Vorfeld des Urlaubs am meisten gefreut hatte. Es sollte zum sehr bekannten Haagse Markt gehen. Dies ist der größte Wochenmarkt der Niederlande, der an mehreren Tagen in der Woche stattfindet. Der Markt besteht aus rund 500 mehr oder weniger fest installierten Marktständen. Angeboten werden Kleidung, Haushaltswaren, Stoffe und Lebensmittel. Ich wollte unbedingt zum Haagse Markt, da ich sehr gerne exotische Lebensmittel probiere und diese sollte es auf dem Markt reichlich geben.

Teil eines Fischstandes auf dem Haagse Markt Teil eines Fischstandes auf dem Haagse Markt

Um zu dem Markt zu gelangen nutzten wir den bewährten Weg über den Park&Ride Parkplatz. Spannend war bei der Fahrt allerdings, das wir eine Fahrscheinkontrolle hatten. Der Anblick der Kontrolleure setzte uns unter Stress. Hatten wir die Bedingungen der Fahrkarte richtig verstanden? Durften wir überhaupt andere Straßenbahnlinien nutzen als die direkte Verbindung zum Zentrum? Glücklicherweise hatten wir alles richtig gemacht und konnten unsere Fahrt ohne Probleme fortsetzen.

Wir stiegen zufälligerweise erst an der zweiten Straßenbahnhaltstelle aus, welche sich am hinteren Ende des Marktes befand. So konnten wir uns als erstes den Bereich anschauen, wo es keine Lebensmittel zu kaufen gab. Auf dem Markt waren relativ viele Menschen, aber trotzdem machte es uns Spaß, durch die einzelnen Stände zu schlendern. Relativ schnell fanden wir auch die ersten Sachen, die wir kauften. Dort fanden wir zum Beispiel endlich preisgünstig eine elektrische Pfeffer- und Salzmühle. Sehr lustig fand ich auch, das meine drei Jährige Tochter sich unbedingt eine Uhr mit Klettarmband kaufen musste. Fragte man bei ihr nach, wie spät es denn sei, so antwortete sie mit der erstbesten Zahl, die ihr einfiel. Die Uhrzeit sprang also im Sekundentakt von 3 Uhr auf 5 Uhr und genauso schnell wieder zurück.

Nach einiger Zeit kamen wir dann in den Bereich, wo es die Lebensmittel zu kaufen gab. Ein Großteil der Stände hatte sich auf Obst und Gemüse spezialisiert. Es gab aber auch Käsehändler, Fleischer und ein paar große Fischhändler. Sehr weit verbreitet war eine „Schüsseltechnik“. Die Händler packten eine Plastikschüssel voll mit den verschiedensten Waren und boten sie zu einem kleinen festen Preis an. Etwas schade fand ich, das die Schüsseln meist sortenrein gepackt waren. Gerne hätte ich mir zum Abendbrot eine Schüssel gemischtes Gemüse mitgenommen, um daraus eine Art Ratatouille zu kochen. Auch die erwarteten exotischen Lebensmittel konnten wir recht schnell finden. Es ist schon komisch, wenn man bei relativ vielen Gemüsesorten nicht weiß, wie diese heißen. Für zu Hause nahmen wir uns ein Stückchen Zuckerrohr mit, weil ich den Kindern zeigen wollte, woher der Zucker für ihre geliebten Süßigkeiten stammt.

Gemüseschalen auf dem Haagse Markt Gemüseschalen auf dem Haagse Markt Nüsse auf dem Haagse Markt Nüsse auf dem Haagse Markt

Der absolute Brüller war allerdings unser Mittagessen. Vor dem Urlaub hatten wir uns den Spaß gemacht und etwas holländisch per Google Translate zu lernen. Relativ schnell fanden wir dabei unser absolutes Lieblingswort: „Kippenvleugeltjes“ – „Hähnchenflügel“. Bei einem Fleischstand auf den Markt sah ich dann fertig gegrillte Hähnchenflügel, die ich gerne zum Mittag essen wollte. Trotzdem kam es nicht dazu, das wir unser Lieblingswort einsetzen konnten, den der Händler bezeichnete die Flügel als „TV Hapjes“. Einen Fernseher fanden wir auf den Markt zwar nicht, aber die Flügel waren trotzdem sehr lecker und leider viel zu schnell aufgegessen.

Calamaris Calamaris Erdbeeren Erdbeeren Okraschoten Okraschoten

Zum Schluss kauften wir uns noch etwas Fisch und machten uns langsam wieder voll bepackt  auf den Rückweg. Für den Nachmittag hatten wir uns vorgenommen zum Strand zu fahren, da das Wetter endlich wieder besser wurde. Die Kinder tollten relativ lange am/im Wasser herum. Auch wenn ihnen teilweise sehr kalt war, wollten sie doch nicht in die Ferienwohnung. Ich selbst bin dann auch noch richtig schwimmen gegangen. Ich hatte absolut kein Problem damit, das die Wassertemperatur nur rund 11 Grad betrug. Ganz im Gegenteil ich fand es sehr komisch, das um mich herum nur Kitesurfer mit Neopren-Anzügen unterwegs waren. Nur mit Badehose war ich der einzige…

Junge Silbermoewe im Flug Junge Silbermoewe im Flug

Am Abend saßen wir dann wieder auf dem Balkon der Ferienwohnung und bewunderten den Sonnenuntergang. An diesem Tag war es wieder interessanter als an den Regentagen, denn man konnte sehr weit schauen. Sogar bei der Ölplattform kurz vor dem Horizont konnte man einige Details erkennen.

Ölplattform vor Scheveningen im Sonnenuntergang Ölplattform vor Scheveningen im Sonnenuntergang

Süd Holland – Tag 11 – Amsterdam – Stadtrundfahrt

Da wir im letzten Jahr recht wenig Zeit hatten um uns Amsterdam anzuschauen, entschieden wir uns dieses Jahr nochmals hinzufahren. Außerdem hatten wir ja noch die Hollandpass-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr. Diese konnten in Amsterdam für eine mehrstündige Stadtrundfahrt mit einem amerikanischen Bus genutzt werden.

Im letzten Jahr hatten wir ja eine schöne Möglichkeit gefunden, in der Nähe des Stadtzentrums kostenlos zu parken. Also fuhren wir wieder zu dem Parkplatz und entdeckten als erstes überall Parkscheinautomaten. Da wir nicht groß weitersuchen wollten und die Gebühren auch nicht all zu teuer waren, entschieden wir uns trotzdem dort zu parken. Als wir am Automat den Parkschein ziehen wollen waren wir dann allerdings sehr verwirrt. Zum einen gab es keinen Münzeinwurf und auch das Fach, wo man normalerweise den Parkschein entnimmt fehlte. Außerdem forderte das Display einen auf, die „Licence Plate Number“ einzugeben. Mir war so, als wenn ich irgendwo gelesen hatte, das man sich für das Parken in Amsterdam auf einer Homepage im Internet registieren musste. Also stiegen wir wieder ins Auto und wollten zu einem der Park&Ride Parkplätze fahren. Ich hatte dann allerdings die Idee, per Handy kurz im Internet nachzuschlagen, was die „Licence Plate Number“ ist. Als ich dann las, das das Nummernschild damit gemeint ist, war auf einmal alles klar. Durch die Eingabe des Nummernschildes war es schlicht nicht mehr notwendig, sich einen Parkschein ins Auto zu legen und bezahlt wurde mit Kreditkarte. Trotzdem war mir bei der Sache irgendwie ein wenig unwohl, da „Falschparker“ theoretisch mit einer Überwachungskamera hätten ermittelt werden können. Ob dies allerdings wirklich so gemacht wird, weiß ich nicht.

Wie auch im letzten Jahr fuhren wir mit der kostenlosen Fähre hinüber zum Hauptbahnhof. Am Hauptbahnhof erinnerte ich mich daran, was für Probleme wir doch im letzten Jahr damit hatten, den Kinderwagen durch die Sperren zur Ticketkontrolle zu bekommen. Mir fiel das auf, weil wir diesmal ganz automatisch die breiteren Sperren ansteuerten und dabei sind die Kinder mitlerweile so groß, das wir ohne Kinderwagen unterwegs waren. Im Zentrum von Amsterdam tauschten wir als erstes unsere Hollandpass-Tickets gegen Tickets für die Stadtrundfahrt um. Dies klappte problemlos und ersparte uns pro Person über 15 Euro. Da noch etwas Zeit bis zur Abfahrt des Buses war, schlenderten wir noch etwas durch die Geschäfte in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Den Bus, der direkt am Hauptbahnhof abfahren sollte, entdeckten wir relativ schnell. Beim Einsteigen wurde jedem von uns ein paar Kopfhörer ausgehändigt, die wir am Platz in eine dafür vorgesehene Buchse anschließen konnten. Außerdem konnte man dort auswählen in welcher Sprache man die Erläuterungen der Stadtrundfahrt hören wollte. Die Kinder konnten sich beide nicht so recht entscheiden, welche Sprache sie denn hören wollten. Die 20 Minuten bis zur Abfahrt des Buses wurde also verschiedenes ausprobiert. Dabei lief auf allen Kanälen die gleiche Musik. Die Stadtrundfahrt gefiel mir persönlich besser als die Grachtenfahrt, die ich vor einigen Jahren bereits mitgemacht hatte. Durch die höhere Sitzposition war die Busfahrt deutlich besser zum Fotografieren, auch wenn die Fensterscheibe mehr oder weniger störte.

Blick über die Amstel im Stadtzentrum von Amsterdam Blick über die Amstel im Stadtzentrum von Amsterdam Amsterdamer Gracht mit Hausbooten Amsterdamer Gracht mit Hausbooten

Ungefähr nach der Hälfte der Rundfahrt hielt der Bus an einer Diamantenschleiferei an. Dort gab es für uns eine Führung, bei der uns erklärt wurde wie aus einem Rohdimanten ein Brilliant geschliffen wird. Anschließend wurden uns auch einige Steine gezeigt, die ungefähr den gleichen Wert hatten wie unser Einfamilienhaus. Positiv aufgefallen ist mir dort, das meine große Tochter sehr interessiert war und mit ihrer Kamera sehr bewusst Bilder der Brillanten gemacht hat. Allerdings hatten die Angestellte der Schleiferei und ich natürlich auch etwas Angst, da die beiden Lütten in der ersten Reihe saßen, sich über den Tisch beugten und sich sicherlich in keinster Weise bewusst waren, was so ein kleiner Stein kostet. Auf der zweiten Hälfte der Busrundfahrt nutzte mein kleinster Schatz die Zeit zum Mittagsschlaf. Es sah voll süß aus, wie sie mit den Kopfhörern in den Ohren schlief.

Teurer Brilliant in der Diamantenschleiferei Teurer Brilliant in der Diamantenschleiferei

Nach der Stadtrundfahrt gingen wir nochmals eine Runde in die Fußgängerzone. Die Kinder kauften sich einen großen Beutel Stroopwafeln, von denen sie bereits beim probieren nicht genug kriegen konnten. Bis etwa zum Königspalast machte auch mir der Stadtbummel Spaß, dann allerdings wurden die Souvenierläden immer weniger und dafür wurden die Filialen der üblichen großen Modeketten immer mehr. Außerdem waren so dermaßen viele Menschen in den engen Gassen unterwegs, das man dort nicht mehr gemütlich schlendern konnte. Man wurde eher durch die Gassen getrieben. Sehr schön fand ich allerdings die Albert Hein ToGo Filiale, die wir auf dem Rückweg entdeckten. Dort gab es ausschließlich fertig zubereitete Speisen, die man gut unterwegs essen konnte. Für die Kinder kauften wir Pfannkuchen mit Sirupfüllung, für meine Frau ein Sandwich und ich suchte mir klein geschnittene Mangostücke aus. Diese aßen wir dann, als wir am Hauptbahnhof auf die Fähre warteten, die uns zurück zu unserem Auto brachte.

Süd Holland – Tag 9 – Rotterdam – Maritiem Museum Rotterdam

Der neunte Urlaubstag fing etwas chaotisch an, da für den Tag Regenwetter angesagt wurde. Wir konnten uns nicht so recht entscheiden, wie wir den Tag verbringen wollten. Schlussendlich entschieden wir uns, nach Rotterdam zu fahren. Dort hatten wir uns das Maritiem Museum aus dem Hollandpass-Buch herausgesucht. Dies sollte auch bei schlechtem Wetter kein Problem sein.

Da wir im letzten Jahr in Rotterdam fast 30 Euro Parkgebühren bezahlt hatten, wollten wir dieses Jahr nicht wieder mit dem Auto dorthin fahren. Wir entdeckten im Hollandpass einen Coupon, der gegen eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel von Rotterdam getauscht werden konnte. Außerdem fanden wir heraus, das am Hauptbahnhof von Den Haag bereits eine Linie der Rotterdamer Verkehrbetriebe begann. Also sah unser Plan vor, das wir wieder zu dem Park&Ride Parkplatz von Den Haag fuhren und von dort aus zum Hauptbahnhof. Da wollten wir dann unsere Tickets eintauschen und nach Rotterdam weiterfahren.

Als wir dann allerdings beim Hauptbahnhof von Den Haag ankamen, ging es genau so chaotisch weiter, wie der Tag bereits begonnen hatte. Der Schalter, wo wir bereits den Hollandpass abgeholt hatten, war umzugsbedingt geschlossen. So liefen wir von Informationsschalter zu Informationsschalter um herauszufinden, wo wir unsere Karten eintauschen konnten, aber niemand konnte uns so wirklich weiterhelfen. Wir schwenkten um und wollten uns die Tickets dann kaufen, aber auch das war nicht so einfach. Am Schalter gab es nur die Fahrkarten für überregionale Verbindungen. An den Automaten konnten nur Fahrkarten für die öffentlichen Verkehrsmittel von Den Haag erworben werden und dort wo die Metro nach Rotterdam abfahren sollte, gab es nichts. Also fragten wir uns wieder durch und fanden dann schlussendlich doch noch einen versteckten Automaten, wo wir die Fahrkarten kaufen konnten. Insgesamt dauerte es knapp eine Stunde, bis wir in der Bahn nach Rotterdam saßen.

Moderne Architektur in Rotterdam Moderne Architektur in Rotterdam

Ab da sollte der Tag dann aber viel besser werden. Nur das Wetter wurde noch schlechter, als im Wetterbericht angesagt. In Rotterdam gingen wir gleich direkt in Richtung des Maritiem Museums. Auf dem Weg dorthin aßen wir in einem Imbiss „surinaamse broodjes“, die uns bereits im letzten Jahr so gut geschmeckt hatten. Das Museum war an sich ganz schön gewesen. Vor allem den Bereich mit den holländischen Hausbooten fand ich sehr interessant. Für die Kinder war das Museum allerdings etwas langweilig.

Maritiem Museum Rotterdam Maritiem Museum Rotterdam

In der obersten Etage fanden wir dann aber einen Bereich, der extra für Kinder gemacht war. Dort stand ein Segelboot, mit dem die Kinder spielen konnten. Direkt daneben stand eine Kiste mit Schwimmwesten, Gummistiefeln und verschiedenen Hüten. Es sah Klasse aus, wie unsere beiden dann mit kompletter Ausrüstung auf dem Segelschiff spielten. Sehr lustig fand ich dann allerdings, als auch andere Kinder auf dem Schiff spielen wollten. Unsere beiden fingen sofort an zu rufen: „Nein, nein, nein.“ Aber die holländischen Kinder reagierten nicht und kletterten weiter auf dem Schiff rum. Also probierten meine Kinder es erneut, diesmal riefen sie allerdings: „No, no, no.“ Aber auch damit hatten sie bei den Holländern keinen Erfolg.

Nach dem Museum gingen wir noch etwas in der Stadt einkaufen und schauten uns die Kubushäuser von außen an. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir noch einen Wochenmarkt, allerdings waren wir zu spät und so wurde dieser bereits abgebaut. Sehr interessant fanden wir allerdings, wie die letzten verbliebenen Fischhändler versuchten ihre Ware loszuwerden. Kistenweise wurde dort Fisch für nur ein paar Euro verkauft. Da wir allerdings noch Fisch von unserem letzten Großeinkauf übrig hatten kauften wir dort nichts.

Kubushaus Rotterdam Kubushaus Rotterdam

Auf dem Rückweg zum Bahnhof fingen dann die Kinder an zu streiken. Ihre Beine taten weh und sie konnten nicht mehr laufen. Also stiegen wir in die nächste Straßenbahn und machten uns auf den Weg zurück zur Ferienwohnung.

Süd Holland – Tag 8 – Clara Maria Cheese Farm – Volendam

Am achten Urlaubstag entschieden wir uns, zum zweiten mal nach Volendam zu fahren. Dort waren wir bereits im letzten Urlaub gewesen und haben dort angeschaut, wie Käse und Holzschuhe hergestellt werden. Da wir dieses Jahr auch wieder Käse für zu Hause kaufen wollten, fuhren wir ein zweites mal dort hin. Als Zwischenziel auf dem Weg hatten wir uns die Cheese Farm Clara Maria herausgesucht. Ich war neugierig, was die Käserei am Rand von Amsterdam zu bieten hat. Vor allem interessierten mich die Preise.

Auf dem Weg dorthin verfuhren wir uns in der Nähe vom Flughafen Schipol. Sowohl das Navi im Auto, als auch das Navigationsprogramm vom Handy kannten die Straßen nicht, auf denen ich fuhr. Meine Damen waren auch keine Hilfe, denn die 3 hatten nur Augen für die vielen Flugzeuge. Also versuchte ich einfach immer in die Richtung zu fahren, in der die Entfernung zum Ziel geringer wurde. Nach einiger Zeit wußten die Navis dann auch wieder wo ich war und es konnte normal weitergehen.

Als wir die Cheese Farm erreichten, stand ein Reisebus auf dem Parkplatz. Wir verpassten die anfängliche Führung zur Holzschuhherstellung, aber der Führung zur Käseherstellung konnten wir komplett folgen. Diesmal war es sogar einfach zu verstehen, da der Reisebus wohl zu einer engländischen Klassenfahrt gehörte. Erstaunt war ich, das meine Kids noch einiges vom letzten Jahr wussten. Vor allem hatten sie sich gemerkt, das es nach der Führung Käse zum probieren gab. So war es bei Clara Maria natürlich auch.  Im Laden kauften wir anschließend 2 Käse, die uns am besten schmeckten und wollten dann wieder losfahren. Aber direkt hinter unserem Auto lag eine Katze und wollte den Platz einfach nicht räumen. Und auch die Kinder wollten nicht mehr ins Auto, da die Katze ja unbedingt gestreichelt werden musste ….

Käserei Clara Maria bei Amsterdam Käserei Clara Maria bei Amsterdam Milchkuh im Stall Milchkuh im Stall

Nachdem es dann doch endlich weiterging und wir uns langsam aber sicher Volendam näherten war ich überrascht, denn ich konnte das Navigationssystem ausschalten.  Mir kam die Gegend von unserem Besuch vor einem Jahr sehr vertraut vor. Den Parkplatz in der Nähe des Zentrums fand ich jedenfalls ohne Probleme. Im Gegensatz zum Vorjahr war das Wetter dieses Jahr allerdings nicht so gut. Es war zwar trocken aber doch recht windig. Ebenfalls fiel uns auf, das deutlich weniger Reisebusse unterwegs gewesen sind. Zum Einkaufen war dies perfekt, da die Geschäfte nicht so voll gewesen sind. Die Kinder kauften sich Plüschhausschuhe und wir kauften uns reichlich Käse. Ich war total begeistert, das wir einen Deen Supermarkt fanden, denn dort hatte ich mir im letzten Jahr täglich frisch gepressten Orangensaft gekauft. Da es den in Südholland nicht gab, kaufte ich dort gleich 2 Flaschen. Zum Abschluss des Tages fuhren wir dann noch zu Irene Hoeve, wo sich meine große Tochter Holzschuhe kaufte. Die Schuhe wurden sogar extra für sie mit ihrem Namen beschriftet.

Blick auf das Markermeer in Volendam Blick auf das Markermeer in Volendam

Süd Holland – Tag 7 – Safaripark Beekse Bergen

Am siebten Tag machten wir unseren längsten Tagesausflug für den diesjährigen Urlaub. Wir standen extra früher auf und ließen das Frühstück etwas spärlicher ausfallen, denn vor uns lag eine rund 120 Kilometer lange Autofahrt. Es ging in Richtung Süd-Osten zum Safaripark Beekse Bergen. Sehr praktisch für uns war, das der Safaripark im Hollandpass gelistet war. Dies sparte uns pro Person jeweils fast 30 Euro Eintritt. Ich weiß nicht, ob ich ohne Hollandpass auch dort hingefahren wäre. 120 Euro nur an Eintrittsgelder ist schon eine Hausnummer. Allerdings muss ich auch sagen, das ich noch nie einen so schön angelegten „Zoo“ gesehen habe. Es machte echt Spaß sich dort die Tiere anzuschauen, zumal es sogar 3 verschiedene Möglichkeiten dafür gab.

Giraffenporträt Giraffenporträt

Mit dem Boot

Direkt am Eingang des Parks fuhr halbstündlich ein kleineres Ausflugsschiff. Das Ziel der Fahrt lag genau an der gegenüberliegenden Seite des Parks. Wir hatten das Glück, nur ein paar Minuten vor Abfahrt den Park zu betreten. Es ging also ohne groß Warten direkt los. Neben dem Kapitän war an Bord ein Guide, welcher uns die Tiere am Ufer erklärte. Die Kinder waren vor allen von den Nashörnern begeistert. Ich war ein klein wenig enttäuscht, denn wir hatten uns auf die falsche Seite des Schiffes gesetzt. Somit sind auf meiner Videoaufnahme fast keine Tiere zu sehen. Die Fotos hingegen wurden toll.

Zwei Nashörner beim Fressen Zwei Nashörner beim Fressen Tiger bei der Körperpflege Tiger bei der Körperpflege Ein Banteng mit Junges im Safaripark Beekse Bergen Ein Banteng mit Junges im Safaripark Beekse Bergen

Mit dem Auto/Bus

Wie es sich für einen Safaripark gehört, konnte man auch mit dem eigenen Auto eine Runde im Park drehen. Für mich war dies ehrlich gesagt aber nichts, denn während ich am Autofahren bin, kann ich keine Fotos machen. Also entschieden wir uns für den Bus. Dort erklärte die Busfahrerin die Tiere, die unterwegs zu sehen waren. Dafür hielt der Bus an mehreren Stellen an, so das man auch gut Zeit hatte sich alles genau anzusehen. Ein wenig schockiert war ich, als ich sah, wie die Besucher durch den Park fuhren. Unangeschnallt mit Kleinkindern auf dem Schoss des Fahrers war nicht nur einmal zu sehen. Auch wenn man in dem Park sehr langsam fährt, hätte ich dies mit meinen Kindern nie gemacht. Absolutes Highlight dagegen waren während der Busfahrt die Giraffen. Die Busfahrerin erklärte uns, das der Dreck auf den Autos/Busen (besonders dieses klebrige Zeug von den Linden) für die Tiere wie Bonbons sind. Also standen die Giraffen direkt neben den Autos und leckten diese ab. Wir fanden das natürlich richtig super, denn noch nie kamen wir einem so großen Tier so nahe. Manch Autofahrer wird dort, aus Angst um seinen Neuwagen, wohl nicht so entspannt gewesen sein wie wir im Bus.

Kleiner Snack für eine Giraffe Kleiner Snack für eine Giraffe Eine Dohle Eine Dohle

Zu Fuß

Neben den beiden motorisierten Möglichkeiten den Park zu erkunden, konnte man auch zu Fuß eine Runde drehen. Die Kinder konnten sich hier jetzt so richtig austoben. Vor fast jedem Gehege war aus Holz eine kleine „Tribüne“ gebaut, so das man die Tiere ohne lästige Zäune beobachten konnte. Fast alles wirkte dabei so, als wenn es erst vor ein paar Monaten neu angelegt wurde. In der Mitte des Parks war ein kleines afrikanisches Dorf aufgebaut, in dem mehrere verschiedene Imbissstände untergebracht waren. Sehr clever fand ich, das die Macher des Parks den Hauptweg direkt durch die Souvenirläden führten. Ein drum herum gehen war praktisch unmöglich.

Kranich Kranich Gorilla Silberruecken Gorilla Silberruecken Weissstorch im Flug Weissstorch im Flug

Nachdem wir die Läden hinter uns gelassen hatten, entdeckten die Kids einen riesigen Spielplatz und dann waren sie auch schon weg. Zuerst sah ich sie noch die Rutschen ausprobieren, aber dann verlor ich sie aus den Augen. Ich fand sie dann bei der Kinder-Ranger-Show wieder. Eine als Elefant verkleidete Person und zwei jüngere Frauen spielten und sangen den Kindern etwas vor. Da von meiner kleineren Tochter das Lieblingstier der Elefant ist, war sie dort nicht mehr wegzukriegen und machte fröhlich mit. Zu meinem bedauern filmte meine Frau das Programm auch noch, so bekam ich keine Chance, die wirklich schön gemachten holländischen Lieder aus den Kopf zu kriegen. Die Melodie und die Texte im Refrain waren einfach zu einprägsam.

Langsam rückte die Schließzeit des Parks näher und wir mussten uns etwas beeilen, da wir zu Fuß noch quer durch den Park mussten. Erschwerend kam dazu, das beide Kinder vom toben total fertig waren. Die Lütte hätte sich am liebsten den ganzen Rückweg tragen lassen, aber dies habe ich leider nicht geschafft. Immer wenn ich mich etwas erholen musste, wollte die große getragen werden. Einen kurzen Kraftschub bei den Kindern gab es nur noch, als ich einen kleinen Hindernis-Parkour entdeckte. Dort musste dann die ganze Familie möglichst schnell durch. Der Anfang war ja noch ganz einfach, aber dann ging es mit richtiger Kletterei weiter … lustig wars. Am Abend in der Ferienwohnung wurden wir noch mit einem richtig schönen Sonnenuntergang belohnt.

Sonnenuntergang in Scheveningen Sonnenuntergang in Scheveningen