Skandinavien-Rundreise 2016: Wieder daheim….

Leider ist der diesjährige Jahresurlaub auch schon wieder vorbei und der Alltag hat uns wieder. Es war allerdings so schön, das ich, wenn ich könnte, sofort wieder losfahren würde. Wir waren auf Rundreise, ja fast auf einer Expedition, durch Skandinavien. Zuerst ging es durch Norwegen, in kleinen Schritten, zum Nordkap. Auf dem Rückweg schauten wir uns Finnland und Schweden an. Täglich fuhren wir in etwa zwischen 200 und 400 km mit dem Auto und übernachteten dadurch fast jede Nacht in einem anderen Hotel.

Insgesamt fuhren wir an 25 Urlaubstagen 6084km und benötigten dafür eine reine Fahrzeit von 91h und 47min. Trotzdem war noch jede Menge Zeit um links und rechts neben der Strecke viele interessante Dinge anzusehen. Und zu unserem Glück spielte auch das Wetter mit. In den über 3 Wochen hatten wir nur zwei Regentage. Der eine erwischte uns unterwegs beim Wandern und der zweite zerstörte unsere Tagesplanung leider komplett. Zum Glück war dies allerdings eh ein Tag, an dem wir eine recht lange Strecke mit dem Auto fahren mussten. Aber dazu später mehr.

Apropos Planung: So aufwendig wie in diesem Jahr war noch keine Urlaubsplanung. Allein das Festlegen der Strecke und das Buchen der Hotels beschäftigte uns mehrere Wochen. Außerdem erstellte ich noch eine PDF-Datei für jeden einzelnen Urlaubstag, in dem die Sehenswürdigkeiten (Adresse, Öffnungszeiten, Eintrittspreis …) standen, die wir an dem Tag besuchen wollten. Um diese zu erstellen benötigte ich nochmals einige Wochen.

Im Nachhinein war die Zeit aber sehr gut investierst, da vor Ort doch relativ wenig Flyer auslagen. Nur mit den Adressen war es in den dünn besiedelten Bereichen nicht so einfach. Straßennamen gab es kaum. Navigierte man dann mit dem Auto in das Ortszentrum konnte es vorkommen, das das eigentliche Ziel rund 30km entfernt lag. Da ich mich allerdings immer an die Vorbereitungen erinnern konnte, sind wir nie eine Strecke doppelt gefahren.

Das absolute Highlight des Urlaubs war für mich der Besuch des nördlichsten Ortes von Europa. Damit meine ich nicht das Nordkap, sondern den Knivskjellodden, eine Landzunge die sich rund 4 km westlich vom Nordkapp befindet. Am äußersten Ende der Landzunge befindet man sich etwa 1400 Meter weiter nördlich als am Nordkap. Allerdings muss man, um dorthin zu gelangen insgesamt 9km wandern. Für mich war diese Wanderung aus zwei Gründen der Höhepunkt des Urlaubs. Zum einen war der nördlichste Punkt für mich das eigentliche Ziel der Reise und zum zweiten bin ich total stolz auf meine beiden kleinen Kinder, die die Wanderung ohne jammern meisterten. Im Gegenteil, den beiden machte das Klettern über die Felsen richtig Spaß.

Ich am Knivskjellodden Ich am Knivskjellodden

Wie in jedem Jahr werde ich hier auch dieses Jahr wieder versuchen,  über jeden einzelnen Urlaubstag einen Artikel zu schreiben. Allerdings wird das diesmal wohl noch länger dauern als üblich. Denn es sind ja 3 Wochen Urlaub gewesen und ich habe insgesamt 300GB an Fotos und Videos, die gesichtet werden wollen ….

Gartengrill: Angrillen

Auch wenn ich in letzter Zeit hier wenig über mein Gartengrill-Projekt geschrieben habe, so habe ich in diesem Jahr schon einiges gemacht. Vor ungefähr 3 Wochen war es dann soweit und ich konnte das erste mal den neuen Grill benutzen. Da ich bisher immer auf einem Schwenkgrill gegrillt habe, ist der neue Grill nun eine komplette Umstellung. Noch nie konnte ich Grillen, ohne das ich mich dabei bücken musste. Auch das zurechtschneiden der Zutaten macht jetzt soviel mehr Spaß. Vorbei die Zeiten, in der man ständig in die Küche rennen musste. Vorbei die Zeit, in der man die Grillwerkzeuge mehr oder weniger kreativ auf den Boden legte.

Teil 09 - Anzündkamin auf dem neuen Grill Teil 09 - Anzündkamin auf dem neuen Grill Teil 09 - Das erste Fleisch - Der erste Fisch Teil 09 - Das erste Fleisch - Der erste Fisch Teil 09 - Die bepflanze Rückseite Teil 09 - Die bepflanze Rückseite

Leider steht die Arbeit aktuell komplett still, denn ich hatte vor 2 Wochen einen Fahrradunfall und bin noch nicht wieder in der Lage, den Trennschleifer zu halten. Diesen brauche ich nämlich um die Naturstein-Fliesen, mit denen die Arbeitsplatte belegt werden soll, zu zuschneiden. Ich hoffe, das ich nun bald wieder weiter machen kann, denn so viel fehlt ja nun nicht mehr …

Zeeland – Tag 15 – Heimreise – Baarle-Nassau – Baarle-Hertog – Fazit

Obwohl an diesem Tag eine knapp 800 Kilometer lange Heimreise vor uns lag, nutzten wir auch diesen Tag nochmal, um uns etwas anzusehen. Etwa 150 Kilometer von Breskens, an der Grenze zwischen Holland und Belgien lag der Ort, der uns interessierte. Es ging nach Baarle-Nassau bzw. nach Baarle-Hertog. Die Orte ist bekannt für ihre komplizierte Grenzziehung, obwohl sie eigentlich ein paar Kilometer von der Grenze entfernt liegen. Der holländische Ort heißt Baarle-Nassau, während Baarle-Hertog in Belgien liegt. Insgesamt gibt es in Baarle-Nassau 20 kleine Gebiete die zu Belgien gehören, welche wiederum 7 Gebiete beinhalten, die zu Holland gehören. Der Grenzverlauf ist zum Teil so verzwickt, das die Grenze mitten durch ein Haus verläuft.

Grenzverlauf auf einer Straße in Baarle-Nassau bzw. Baarle-Hertog Grenzverlauf auf einer Straße in Baarle-Nassau bzw. Baarle-Hertog

Zur Orientierung im Ort gibt es ein einfaches System, so das man bei jedem Haus sehen kann zu welchem Land es gehört. Neben der Hausnummer ist immer die Landesfahne abgebildet und auf den Straßen ist der Grenzverlauf immer durch weiße Pflastersteine gekennzeichnet. Es ist auf jeden Fall lustig, das man auf einen kurzen Spaziergang mehrfach die Grenze zwischen Holland und Belgien queren kann.

Hinweisschild auf dem Grenzverlauf Hinweisschild auf dem Grenzverlauf

Nach dem Besuch des Ortes fuhren wir die restliche Strecke ohne weitere größere Zwischenstopps durch. Zu Hause stellten wir dann fest, das wir in den letzten 14 Tagen knapp über 4000 Kilometer zurückgelegt hatten. Wobei die Kilometer mit dem Schnellzug und mit der Fähre da noch nicht mit eingerechnet waren. Insgesamt waren wir in 4 verschiedenen Ländern. Wir schauten uns Holland, Belgien, Frankreich und ein ganz klein wenig England an.

Gerade von England war ich angenehm überrascht. Der kleine Ort am Meer bei den weißen Klippen von Dover hatte mir sehr gut gefallen. Und der Linksverkehr war auch nicht ganz so schlimm wie anfangs befürchtet. Zu Frankreich habe ich eher ein durchwachsendes Verhältnis, da man in Holland und auch in Belgien als Ausländer freundlicher behandelt wurde. Landschaftlich war Frankreich aber unglaublich toll.

Zu Holland und auch zu Belgien fällt mein Fazit positiv aus. Wir haben uns dort wieder viele schöne Sachen angesehen, wurden immer freundlich behandelt und konnten die eine oder andere Spezialität probieren. Etwas enttäuscht war ich über die Suche nach den versteinerten Haifischzähnen. Ich habe wirklich lange gesucht und nur 3 kleine Zähnchen gefunden. Ich dachte eigentlich, das die Zähne etwas für die Kinder sein würde, aber sie verloren sehr schnell ihren Spaß daran.

Ein bisschen traurig sind wir nun aber, da wir nach 3 Jahren Holland Urlaub, die gesamte Küste abgearbeitet haben. Für dieses Jahr müssen wir uns also nach einem anderen Urlaubsziel umsehen. Mal schauen was es wird …

Zeeland – Tag 14 – Strand Breskens – Straußenfarm Monnikenwerve

Pünktlich zum letzten Urlaubstag hatten wir endlich wieder gutes Wetter. Dies nutzten wir sogleich aus und verbrachten den gesamten Vormittag am Strand. Ich versuchte nochmal, versteinerte Haifischzähne zu finden und hatte damit sogar Erfolg. Ich fand 2 kleine Zähne und jede Menge Zeug, welches für die Kinder interessant gewesen ist. Schlussendlich hatten wir also wieder eine kleine Tüte voll mit Muscheln und Steinen. Kurz bevor wir weiterwollten, war ich mit dem Kindern sogar noch einmal Baden, wobei es durch den Wind dafür eigentlich doch kalt war.

Die Nordsee bei Breskens Die Nordsee bei Breskens Die Westerschelde mit Dünengräsern Die Westerschelde mit Dünengräsern Haifischzahn-Suchequipment und durchsuchter Muschelhaufen Haifischzahn-Suchequipment und durchsuchter Muschelhaufen

Beim zusammenräumen hatte ich dann noch das Glück eines der größten Containerschiffe der Welt zu sehen: die Emma Maersk. Sie war wohl auf dem Weg nach Antwerpen und erstaunlicher Weise fast leer.

Fast leere Emma Maersk auf dem Weg nach Antwerpen Fast leere Emma Maersk auf dem Weg nach Antwerpen

Nach dem Strand fuhren wir zur Straußenfarm Monnikenwerve, welche sich ganz in der Nähe befand. Dort nahmen wir an einer Führung über die Farm teil. Dabei passierte meiner Frau ein lustiges Missgeschick. Sie sah einen jungen Spatz, der fast im Schnabel eines Strauß landete. Bei einem Rettungsversuch entwendete der Strauß ihr dann ihr Basecap und ehe sie realisierte was passiert war, reichten die Tiere ihre Mütze immer weiter. Es bestand keine Chance das Cap wieder zurück zu holen, aber wenigstens der Spatz war für den Moment gerettet. Um die Mütze wieder zubekommen musste meine Frau sich an den Bauern wenden. Er ging in das Gehege und holte das Basecap suverän recht schnell wieder zurück. Es war noch heil, allerdings nicht mehr ganz so sauber.

Junger Strauß auf der Straußenfarm Junger Strauß auf der Straußenfarm Straußenportrait Straußenportrait

Anschließend aßen wir auf der Straußenfarm ein Stück Straußenkuchen und tranken eine Tasse Kaffee. Anschließend ging es diesmal bereits recht früh zur Ferienwohnung, da wir unsere Taschen packen mussten. Zum Abend hatten wir uns im Restaurant „De Deining“ einen Tisch reserviert. Mittlerweile ist es bei uns Tradition, am letzten Urlaubstag einmal richtig gut Essen zu gehen.

Vorspeise im Restaurant Vorspeise im Restaurant

Nach dem Restaurantbesuch fuhren wir einen klitzekleinen Umweg, denn durch eine Baustelle konnte man direkt am Leuchtturm von Breskens vorbeifahren. Es war zwar nur ein kurzer Moment, in dem wir am Turm vorbeigefahren sind, aber für mich war es ein ganz besonderer Moment. Ich mag es nämlich sehr gerne, einen Leuchtturm in Aktion zu sehen, wo ihre Bedeutung in Zeiten von Satellitennavigation stark zurückgegangen ist.

Die Kinder waren total fertig und ließen sich relativ schnell ins Bett bringen. Meine Frau packte noch die letzten Sachen zusammen und ich ging draußen auf der Terrasse die letzten Momente des Urlaubs genießen. Im Gegensatz zum Moment am Leuchtturm hatte ich nun wieder die Zeit, ein wenig mit der Kamera zu spielen. In der sternenklaren Nacht entstanden so folgende Fotos:

Der Vollmond über Breskens Der Vollmond über Breskens Das Sternbild Das Sternbild

Anschließend packte ich auch meine Sachen zusammen und ging ins Bett. Schließlich erwartete uns eine lange Heimreise.

Zeeland – Tag 13 – Vogelpark Utropia Middelburg – Indoorspielplatz

Heute war der letzte Regentag, den wir in diesem Urlaub hatten. Daher fuhren wir wieder durch den Westerscheldetunnel nach Middelburg. Dort besuchten wir den, leider mittlerweile geschlossenen, Vogelpark Utropia. In einer kleinen ehemaligen Halle einer Autowerkstatt hatte ein Holländer seinen Traum verwirklicht und einen kleinen Vogelpark eröffnet.

Hornvogel im Utropia Middelburg Hornvogel im Utropia Middelburg

Zu sehen gab es hauptsächlich Papageien und andere exotische Vögel. Außerdem gab es in der Mitte noch einen künstlichen Fluss, in dem sich Koikarpfen und einige kleine Schildkröten befanden. Das Highlight für die Kinder waren allerdings die Knabberfische, die man an seinen Händen knabbern lassen konnte. Dort wollten sie mehrfach hin und waren auch nur schwer wieder von dort weg zubekommen.  Auch sehr schön war es, das man wieder Loris füttern konnte. Im Gegensatz zum letzten Jahr im Avifauna, trauten sich die Kinder dieses Jahr auch. Es lag wahrscheinlich daran, das es im Utropia Park deutlich weniger Tiere waren.

Gouldamadine im Utropia-Vogelpark Gouldamadine im Utropia-Vogelpark Ein Knabberfisch an meiner Hand Ein Knabberfisch an meiner Hand

Nachdem wir alles gesehen hatten, hofften wir darauf, das sich das Wetter gebessert hatte. Wir wollten uns eine Spielmühle anschauen, bei der es auch ein Labyrinth mit mehreren Hüpfburgen gab. Als wir dort ankamen regnete es aber dermaßen, das überall riesige Pfützen standen. So konnten wir nur kurz die Mühle besichtigen und brauchten dingend einen Plan B. Knapp 5 Minuten später waren wir auf dem Weg nach Goes zu einem Indoorspielplatz. Dort konnten sich die Kinder so richtig austoben bevor es wieder zurück zur Ferienwohnung ging.

 

Zeeland – Tag 12 – Brügge – Schokoladengeschäfte ohne Ende

Wie bereits nach dem Paris-Ausflug, ließen wir es auch nach der Fahrt nach Dover total ruhig angehen. Wir stellten fest, das wir bereits 4 oder 5 mal durch Brügge gefahren sind, ohne uns die Stadt anzusehen. Meine Erwartungshaltung war relativ gering, da ich einen Shopping Tag erwartete.

Altstadt von Brügge Altstadt von Brügge

Wir parkten fast genau auf dem gleichen Parkplatz, den wir nutzten als in Brügge am Hauptbahnhof unsere Fahrt nach Paris begann. Von dort aus nutzen wir ein kostenlosen Shuttle-Bus in die Innenstadt. Bereits der erste Eindruck änderte meine Erwartung komplett. Es gab quasi keine Fußgängerzone wie man es aus allen anderen Städten kennt. Durch die Altstadt führten viele kleine, sehr enge, aber trotzdem mit einem PKW befahrbare Gassen. Links und rechts davon standen fast überall kleine alte Gebäude, in denen sehr häufig Schokoladenläden zu finden waren.

Belfried Brügge Belfried Brügge Blick auf den Kanal am Jan van Eyckplein Blick auf den Kanal am Jan van Eyckplein

Für die Kinder war der Besuch der Stadt ein Paradies. Wir durften keinen einzigen Schokoladenladen auslassen, denn in einigen gab es etwas zum Probieren. Das wollten sich die Kinder natürlich nicht entgehen lassen.

Auslage in einem Schokoladengeschäft Auslage in einem Schokoladengeschäft

Auf dem Rückweg zum Auto hatten wir mal wieder etwas Pech mit dem Wetter, denn es fing an zu Regnen. Zum wiederholten Male erreichten wir das Auto komplett durchnässt und machten uns fix auf den Weg ins warme Ferienhaus.

Zeeland – Tag 11 – Tagesauflug nach England – Fähre Dünkirchen – Dover – Dünkirchen

Über diesen Urlaubstag hatten wir uns im Vorfeld wohl am meisten den Kopf zerbrochen. Zuerst planten wir, mit einer der Englandfähren als Fußgänger über den Kanal zu fahren, um nach einen kurzen Aufenthalt direkt wieder zurück zu fahren. Dies sollte in etwas 40 Euro pro Person kosten. Im Vergleich zur Ausflugsfahrt mit dem Muschelfischer eigentlich ein günstiger Ausflug. Als wir dann allerdings sahen, das die Fahrt mit dem eigenen Auto deutlich günstiger sein sollte, drehten sich alle Gedanken um den Linksverkehr und ob ich damit klar kommen werde. Schlussendlich kauften wir uns die Karten etwa 2 Monate bevor wir in den Urlaub gefahren sind und damit stand quasi fest, wie der Tag ablaufen würde. Ein paar Tage vorher machte uns allerdings der Wetterbericht Sorge. Es sollte windig und regnerisch werden.

Es ging wieder relativ früh los in Richtung Frankreich, genauer gesagt bis nach Dünkirchen. Dort sollte unsere Fähre gegen 10 Uhr losfahren und wir sollten Dover dank Zeitumstellung bereits gegen 11 Uhr erreichen. Der Weg auf die Fähre war dabei die erste Prüfung für uns. Fahrkartenkontrolle, Passkontrolle, sogar der Kofferraum wurde kontrolliert. Durch den Linksverkehr hatte ich Glück und meine Frau durfte sich zumindest um die ersten beiden Aufgaben kümmern. Anschließend kam es dann allerdings zur ersten wirklichen Prüfung für mich. Ich hasse ja schon Parkhäuser, aber der Weg auf die Fähre führte über eine schmale leicht geschwungenen Rampe. Ich war heilfroh als ich diese gemeistert hatte. Nach einer kurzen Einweisung  mussten wir unser Auto verlassen und machten es uns in einem Aufenthaltsraum auf dem Schiff bequem.

DFDS Seaways Fähre auf dem Weg nach Dünkirchen DFDS Seaways Fähre auf dem Weg nach Dünkirchen

Die nächsten 2 Stunden ging ich mehrmals mit je einem Kind nach draußen aufs Außendeck, um Fotos zu machen.  Das Wetter während der Überfahrt war recht gut, aber allerdings doch recht windig. Der Wind war so stark, das man sich auf dem Außendeck stellenweise gegen den Wind lehnen konnte ohne um zu fallen.

Das Cap Blanc Nez von der Englandfähre aus gesehen Das Cap Blanc Nez von der Englandfähre aus gesehen Erste Blicke auf die weißen Klippen von Dover Erste Blicke auf die weißen Klippen von Dover Leuchturm auf den White Cliffs Leuchturm auf den White Cliffs

Als wir England dann erreichten,war das Wetter eigentlich gut. Darum entschieden wir uns als erstes zum Strand von St-Magarets Bay zu fahren. Meine Frau hatte Probleme, die dafür notwendige Adresse im Navi einzugeben und ich kämpfte mit dem Linksverkehr. Im Hafenbereich war alles noch total easy, da dort alles Einbahnstraßen waren. In der Stadt allerdings erschreckte ich mich bei jedem entgegenkommenden Auto, obwohl ich eigentlich immer auf der „richtigen“ Seite unterwegs war. Ganz verrückt fühlten sich Kreisverkehre an. Total komisch ihn anders herum zu fahren.

Nach etwa 10 Minuten Fahrt erreichten wir den Strand. Wir aßen einen Kuchen, den wir tags zuvor gekauft hatten und bestaunten den wunderschönen Blick auf die weißen Klippen von Dover. Außerdem sammelten die Kinder einige Feuersteine.

Kreidefelsen am Strand von St-Margaret Bay Kreidefelsen am Strand von St-Margaret Bay Brandung am Strand von St-Margaret Bay Brandung am Strand von St-Margaret Bay

Anschließend ging es zu einem Parkplatz, von dem man aus direkt auf den Kreidefelsen wandern gehen konnte. Dabei hatte man von dort oben nochmals einen deutlich schöneren Blick auf die Klippen, aber auch auf die Hafenanlagen von Dover. Eigentlich war es unser Ziel, dort direkt bis zum Leuchtturm zu wandern, allerdings verschlechtere sich auf halbem Weg das Wetter deutlich. Plötzlich war Frankreich am Horizont nicht mehr zu sehen. Wir drehten um und kurz darauf fing es auch bereits an zu regnen. Wir flüchteten in das Besucherzentrum der weißen Klippen und tranken dort einen Kaffee.

Die weißen Keidefelsen von Dover Die weißen Keidefelsen von Dover Hafenanlagen von Dover Hafenanlagen von Dover

Da das Wetter nicht mehr besser werden wollte, fuhren wir anschließen zu einem Einkaufszentrum. Dort verbrachten wir die restliche Zeit bis unsere Fähre zurück nach Frankreich wieder abfuhr. Vom Prinzip her lohnt sich es sich für uns nicht nach England zu fahren um einzukaufen. Fast alles ist etwas teurer als bei uns. Allerdings gab es einige Textilien, die recht günstig waren. Diese waren auch teilweise direkt in Euro ausgepriesen.

Auf der Rückfahrt zur Fähre bemerkte ich endlich, warum ich von fast allen Autofahrern überholt wurde. Ich schaute einfach auf die Verkehrszeichen sah eine 60 und fuhr auch 60km/h. Daran, das ich dies hätte noch in Meilen umrechnen müssen, war mir komplett entfallen. Aber trotzdem erreichten wir sicher die Fähren.

Die Rückfahrt im dunklen war für mich dann etwas ganz besonderes. Das Wetter hatte sich wieder gebessert. Der Vollmond schien und erhellte einen schmalen Meeresstreifen. Das Außendeck war komplett leer. Schade das es mir nicht möglich war, dieses tolle Stimmung zu fotografieren. Mir gelangen nur diese beiden Bilder.

Ein Letzter Blick auf Dover Ein Letzter Blick auf Dover Leeres Außendeck der Englandfähre bei Nacht Leeres Außendeck der Englandfähre bei Nacht

Kurz nach Mitternacht erreichten wir dann total fertig unsere Ferienwohnung. Wobei das total fertig nur für mich galt, denn die anderen drei konnten während der Autofahrt durch Belgien schlafen.

Zeeland – Tag 10 – Zeeland-Erkundungstour – Kinderbauernhof – Aussichtsturm – Sturmflutwehr

An diesem Urlaubstag lernte ich, das tolle Unternehmungen nicht immer teuer sein müssen. Ganz im Gegenteil, oft sind es die preiswerten bzw. sogar kostenlosen Sehenswürdigkeiten, die die Kinder total schön finden. Leider aber war das Wetter an dem Tag nicht mehr so toll, aber diesmal achteten wir auf die Zeichen, so das wir nicht wieder total nass wurden.

Es ging erstmal wieder durch den Westerschelde-Tunnel, an den wir uns mittlerweile gewöhnt hatten. 5 Euro Maut passend zur Hand: „Bitte schön!“ – „Danke schön.“ und schon konnte es weiter gehen. Unser erstes Ziel war dann der Bauernhof Mariakerke. Dort konnten die Kinder erstmal allerlei Tiere füttern: Hasen, Enten aber auch einige Ziegen und ein Rind war dabei. Quasi überall standen Eimer mit Futter aus denen man sich für die Tiere bedienen konnte. Kostenfaktor für uns null. Prima.

Boerderij Mariekerke Boerderij Mariekerke Schafe auf dem Bauernhof Mariekerke Schafe auf dem Bauernhof Mariekerke Highland-Cattle-Rind Highland-Cattle-Rind Baby-Kätzchen auf dem Bauernhof Baby-Kätzchen auf dem Bauernhof

Anschließend ging es in eine Spielscheune mit Heuballenlabyrinth und einer riesigen Rutsche. Dies sollte für die Kinder zwar ein paar Euros kosten, aber es war niemand da, dem man das Geld hätte geben können. Witzig war, das der Notausgang aus der Spielscheune aus einer weiteren Rutsche bestand. Dort unten stand ein kleines Körbchen in dem sich süße Katzenjunge befanden. Auf dem Weg in Richtung Auto entdeckten wir noch ein Maislabyrinth, welches wir uns dann aber nicht mehr anschauten, da es anfing zu Regnen. Wir huschten schnell auf die andere Straßenseite zu einem Milchbauern und aßen dort vom Regen geschützt jeder ein Eis.

Weide am Bauernhof Mariekerke Weide am Bauernhof Mariekerke

Unser nächstes Ziel wählten wir eigentlich eher zufällig. Es sollte zu einem Aussichtsturm gehen, von dem wir über ein Werbekarte in der Spielscheune erfahren hatten. Ein wenig Bauchschmerzen machte uns das Wetter, aber als wir am Turm ankamen schien wieder die Sonne. Wir also schnell hin zum Turm: Eintritt kostenlos. Super! Wir kletterten die enge Treppe nach oben und bewunderten die schöne Aussicht.

Plompetoren Plompetoren Enge Treppe im Plompetoren Enge Treppe im Plompetoren Blick vom Plompetoren Blick vom Plompetoren Blick über die Oosterschelde Blick über die Oosterschelde Außenmauer vom Plompetoren Außenmauer vom Plompetoren

Auf dem Weg zum Turm fuhren wir über einen Teil der Deltawerke, die Holland vor schweren Sturmfluten schützen soll. Da ich davon einige Fotos machen wollte, suchten wir uns einen Strandabschnitt, von dem man das Oosterscheldekering gut sehen konnte. Auch dort hatten wir mit dem Wetter glück. Es war zwar etwas kühl und windig, aber eben nicht nass von oben. Dort am Strand waren wir kreativ und legten die Namen der Kinder mit Muscheln in den Sand.

Blick auf das Oosterscheldekering Blick auf das Oosterscheldekering

Am Horizont wurde es allerdings immer dunkler, so das wir uns schnell auf dem Weg zum Auto machten. Und das war auch gut so, denn auf dem Rückweg zur Ferienwohnung regnete es so doll, das man auf der Straße keine 5 Meter weit gucken konnte. Glück gehabt.

Regenwetterfront über dem Oosterscheldekering Regenwetterfront über dem Oosterscheldekering

Zeeland – Tag 9 – Haifischzähne suchen am Strand von Cadzand

Bei jedem Urlaub gibt es mindestens einen Tag, über den es nicht so viel zu schreiben gibt. Dieses mal ist es der neunte Tag, an dem wir nichts anderes machten, als am Strand von Cadzand nach versteinerten Haifischzähnen zu suchen. Leider nicht mit dem erhofften Erfolg. Ich fand zwar einen kleinen Zahn, bei dem an der Spitze eine kleine Ecke abgebrochen war, aber dafür musste ich knapp 4 Stunden Sand-Wasser-Gemisch durchsieben. Gemein daran war, das viele zerbrochene Muschelschalen wie Haifischzähne aussahen. Erst nach dem Umdrehen wurde klar, das es sich dabei um Muscheln handelte.

Am-Strand von Cadzand Am-Strand von Cadzand

Ein wenig Pech hatten wir auch noch mit dem Rückweg zur Ferienwohnung, denn zum Nachmittag war Schluss mit dem guten Wetter. Es wurde langsam duster, so das wir zusammenpackten. Auf dem Weg zum Auto fing des dann heftig an zu regnen. So sehr, das ich vorlief um das Auto näher in Richtung Strand zu fahren, während sich der Rest der Familie versuchte irgendwo unterzustellen. Schlussendlich waren wir aber alle komplett nass.

Im Auto angekommen drehten wir die Heizung voll auf und fuhren einen recht großen Umweg über eine Tankstelle in Belgien, dort war das Benzin deutlich billiger, und einem Fischladen zurück zur Ferienwohnung.

Zeeland – Tag 8 – Wochenmarkt Rotterdam – Markthalle

Auch für diesen Urlaubstag stand wieder ein langer Ausflug an, denn wir wollten zum dritten Mal unsere liebste holländische Stadt Rotterdam besuchen. Meine Frau wollte dort unbedingt auf den Wochenmarkt, da sie sich Stoffe und andere Nähsachen kaufen wollte und mir ging es hauptsächlich um die neu gebaute Markthalle mit dem schicken Gemälde auf der Innenseite der Halle.

Innengestaltung der Rotterdamer Markthalle Innengestaltung der Rotterdamer Markthalle

Bereits beim Frühstück gab es dann allerdings schon die erste Diskussion um die Fahrstrecke. Der kürzeste schnellste Weg von unserer Ferienwohnung nach Rotterdam führte wieder durch den Westerschelde Tunnel, ergo wieder 10 Euro Maut. Die mautlose alternative um Antwerpen herum sollte laut Routenplaner 20 Minuten länger dauern. Nach langem hin und her entschieden wir uns für den Antwerpen Weg und hatten damit leider Pech.  Auf der Autobahn gab es eine Tagesbaustelle, bei der die Straße von drei auf eine einzige Fahrspur verengt wurde. Dies kostete uns gut eine Stunde Zeit.

Metro Rotterdam Metro Rotterdam

Die nächsten Probleme hatten wir mit dem Park & Ride System von Rotterdam. Zwar fanden wir problemlos den Parktplatz, auch das Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln war einfach. Was wir allerdings bis heute nicht wissen ist, ob man die Karte vom Parkplatz auch beim Einchecken in der Metro hätte einchecken müssen. Wahrscheinlich schon, denn beim rauszahlen zeigte uns die Karte nicht die erwarteten zwei Euro an. Aber wir hatten Glück, denn am Automaten lag noch eine weitere Karte. Nach einigem probieren mit allen möglichen Karten konnten wir den Parkplatz mit zwei Euro Parkgebühren wieder verlassen.

Fischstand auf dem Rotterdamer Markt Fischstand auf dem Rotterdamer Markt Ein Physalis-Berg Ein Physalis-Berg

Zum eigentlichen Marktbesuch gibt es eigentlich nicht so viel zu berichten, da es ein typischer großer holländischer Wochenmarkt war. Das Angebot an Fisch, Käse Fleisch und Obst war riesig. Da wir nicht wirklich etwas kaufen konnten, probierten wir hauptsächlich fertig zubereitete Speisen. So gab es zum Beispiel frittierten Stint und leckere Stremellachs Spieße. Sehr schön war auch ein Stand, bei dem es unterschiedliche Dips zu kaufen gab. Schön vor allem deswegen, weil man alle Dips direkt probieren konnte. Nach einigem hin und her suchten wir uns dort auch einen Dip aus und machten uns langsam wieder auf den Weg zum Auto.

Frittierter Stint Frittierter Stint Leckere Stremellachs-Spieße Leckere Stremellachs-Spieße